Am Zevener Krankenhaus

Medizinisches Versorgungszentrum „GuTZ“ startet mit vier Ärzten 

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Das Ärzte-Team mit Rheumatologin Dr. Masoomeh Karami (v.l.), Chirurg Dr. Abdel Salam Ikhlawi und Allgemeinmedizinerin Franzisca Wessel-Gogolin mit Bauprojektleiter Ramon Korth (hinten von links), Ostemed-Geschäftsführer Siegfried Ristau, dem kaufmännischen Leiter der Ostemed-Kliniken, Michael Fuisting, und Kreisrat Sven Höhl.

Zeven - Von Thorsten Kratzmann. Das Wort Gesundheits- und Therapie-Zentrum (GuTZ) nimmt während des Pressegesprächs in der Cafeteria des Martin-Luther-Krankenhauses (MLK) niemand in den Mund. Siegfried Ristau, Geschäftsführer der Ostemed-Kliniken, und Kreisrat Sven Höhl sprechen von MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum). Sie haben am Dienstag die umgebauten Räumlichkeiten und die am MVZ tätigen Ärzte vorgestellt.

Das Ende der stationären Patientenversorgung in Zeven zum Ende des Jahres ist gewiss. Seit gestern ist bekannt, mit welchem ambulanten Angebot das Gesundheits- und Therapie-Zentrum am 7. Januar an den Start gehen wird. Drei Ärzte hatten sich zum Pressegespräch mit Siegfried Ristau, Sven Höhl, dem kaufmännischen Leiter der Ostemed-Kliniken Michael Fuisting und dem für den Umbau zuständigen Projektleiter Ramon Korth eingefunden. Dr. Abdel Salam Ikhlawi, Franzisca Wessel-Gogolin und Dr. Masoomeh Karami werden gemeinsam mit Dr. Dieter Bajer, der verhindert war, die ambulante medizinische Versorgung der Bevölkerung am GuTZ übernehmen.

Die gebürtige Iranerin Dr. Masoomeh Karami ist Rheumatologin. Sie arbeitet mit Kliniken in Bremerhaven, Cuxhaven und Otterndorf zusammen. Das ambulante Durchgangsarzt-Verfahren bei Arbeits- und Schulunfällen gewährleistet ab Januar 2019 der 42-jährige Chirurg und Orthopäde Dr. Abdel Salam Ikhlawi.

Orthopäde verlegt Praxis

Die hausärztliche Versorgung stärkt die Wohnsterin Franzisca Wessel-Gogolin. Sie ist Allgemein- und Rettungsmedizinerin. Den vierten Arztsitz nimmt der Zevener Orthopäde Dr. Dieter Bajer ein, der seine Praxis aus der Langen Straße an die Dr.-Otto-Straße verlegen wird.

Die Hancken-Klinik wird ihre Praxisräume im Gebäude behalten. Überdies bleiben die Krebsfürsorge und das Gesundsheitsamt an Ort und Stelle. Siegried Ristau betonte während des Pressegesprächs, dass das medizinische Versorgungsangebot am Standort des MVZ damit keineswegs die letzte Stufe erreicht habe. Vielmehr sei mit den vier Ärzten und der Hancken-Klinik ein Anfang gemacht. Die Ostemed-MVZ GmbH, eine Tochtergesellschaft der Ostemed-Kliniken, bemühe sich um ein Gesamtkonzept für die Nachnutzung der ab Januar ungenutzten gut 7 000 Quadratmeter des MLK und um die Erweiterung des GuTZ. Dafür werde im kommenden Jahr ein Planer gesucht, der ein Gesamtkonzept zu erarbeiten habe, kündigte er an. Eine große Rolle spiele dabei die Schaffung von möglichen Räumen für Physiotherapieangebote oder für ambulante Operationen. Zusätzlich sollen weitere Mietflächen für externe Dienstleister aus dem medizinischen Bereich ausgewiesen werden.

Sowohl Ristau als auch Höhl und Korth betonten, dass es dem großen Engagement aller Beteiligten zu verdanken sei, das MVZ rechtzeitig auf die Beine gestellt zu haben. Schließlich seien seit dem Beschluss des Kreistags, das MLK zu schließen, gerade einmal acht Monate vergangen.

Und noch sind Handwerker im Haus. Ein Teil der 750 Quadratmeter, die dem MVZ zugeordnet werden, sind bereits umgebaut und umgestaltet. Die der Chirurgie und Orthopädie zugewiesenen Räume stehen vor der Fertigstellung. Zwischen Weihnachten und Neujahr ziehen die Praxen dort ein.

Den vier Ärzten, die sich als Angestellte der Ostemed-MVZ GmbH um die Patienten kümmern, gehen 16 Mitarbeiterinnen zur Hand. Auch sie sind Angestellte des MVZ.

Die Räume des GuTZ sowie des Gesundheitsamtes und der Krebsführsorge sind durch den Eingang der heutigen zentralen Notaufnahme zu erreichen. Barrierefreiheit sei gewährleistet. Über die Öffnungszeiten des GuTZ und der einzelnen Praxen gibt es noch keine endgültige Abstimmung. Die soll in den kommenden Tagen erfolgen. 

zz

www.ostemed.de

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