Das bronzene Geläut im Stuckenborsteler Glockenturm soll noch in diesem Jahr wieder erklingen

Zeit der Stille hat bald ein Ende

Detailliert hat Hans-Richard Buthmann die Geschichte des Stuckenborsteler Glockenturms über die Jahre begleitet und sämtliche Informationen sowie Bilder archiviert.

Sottrum - STUCKENBORSTEL (sbo) · Süßer die Glocke wohl nie klingen wird: Mehr als 24 Monate vermissen viele Stuckenborsteler wie Inge-Lore Jäger den wohligen Ton des kleinen bronzenen Geläuts im Glockenturm an der Landesstraße 168 schon. Doch die Zeit der Stille hat 2011 ein Ende.

Wenn alles planmäßig läuft, soll der Klöppel noch in der ersten Jahreshälfte erstmals wieder im Takt gegen den massiven Klangkörper schwingen. Seit dem 31. Dezember 2008 ist die Glocke an ihrem exponierten Standort im Herzen des Sottrumer Ortsteils verstummt. Bis dahin hatte „Glöcknerin“ Lydia Lindes das ehemalige Geläut des Feuerschiffes II „Norderney“ 41 Jahre und neun Monate zu regelmäßigen Zeiten in der Woche, zu Neujahr und bei Todesfällen ordentlich in Schwingung versetzt. Dann musste die 87-Jährige die Aufgabe aus Altersgründen „schweren Herzens“ aufgeben – ein Nachfolger für sie fand sich bis heute nicht, berichtet Hans-Richard Buthmann, der die Geschichte des Glockenturms über die Jahre begleitet und dokumentiert hat.

Nun soll das Geläut im Zuge der Dorferneuerung Stuckenborstel fit für die Zukunft gemacht werden. Als erste Maßnahme aus dem Gesamtpaket wird 2011 der neue Dorfmittelpunkt gestaltet. „Die Fläche soll optisch umgestaltet werden“, berichtet Gemeindedirektor Peter Freytag. Und der Glockenturm sowie das alte Feuerwehrhaus sind feste Bestandteile des Konzeptes.

Damit die hölzerne Konstruktion nicht nur ein optischer Hingucker ist, soll die Glocke Freytag zufolge ein elektrisches Läutewerk bekommen. „In anderen Gemeinden gibt es das schon lange“, weiß er. Ein Glöckner wäre dann überflüssig. „Wir hoffen, dass das schon in der ersten Jahreshälfte gemacht wird“, so Freytag.

Die Neugestaltung des Platzes soll zügig beginnen – „sobald das Wetter es zulässt“, erklärt Freytag. Die Ausschreibungen seien vorbereitet und würden jetzt rausgehen.

Es ist übrigens das zweite Mal in der Geschichte der Stuckenborsteler Glocke, die Rudolf Oehlich 1949 im Auftrag der Gemeinde als Nachfolgerin für das von der Bremer St. Ansgari Kirchengemeinde zurückgeforderte Geläut angeschafft hat, dass der Klöppel für mehrere Jahre ruht. „Zwischen 1988 und 1992 hatten wir schon einmal einen Stillstand“, erzählt Buthmann und blättert die Seiten in seinem Ordner auf. Mitte 1987 bekam die Glocke einen neuen Turm an ihrem heutigen Standort. Doch die Konstruktion wackelte – „ein Problem mit der Statik“. Es folgte ein jahrelanger Streit um die Schuldfrage, bis Handwerker 1992 die Mängel behoben. „Der erste Ton erklang wieder am 23. März 1992 – nach fast fünfjähriger Pause“, erinnert sich Buthmann.

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