„Worst Case schon am dritten Arbeitstag“

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Bürgermeisterin Franke Strehse und Bauamtsleiter Gerd Köhnken blicken der neuen Gebäudemanagerin Karin Stegmann in ihren ersten Wochen noch ein bisschen über die Schulter. ·

Visselhoevede - Von Alena Staffhorst. Schon beim Betreten ihres neuen Büros blickt Karin Stegmann einem freundlich lächelnd entgegen. „Ich freue mich über meine neue Aufgabe“, sagt sie strahlend. Zwar ist an der Tür noch der Name Olaf Jungnitz zu lesen, doch schon bald – genauer gesagt ab dem 1. März – will sie das Amt der Gebäudemanagerin der Stadt komplett übernehmen.

„Momentan sind wir noch in der Einarbeitungsphase“, sagt die 54-Jährige. Das bedeutet, dass ihr Vorgänger Olaf Jungnitz, der ab dem 1. März ins Straßenbauamt nach Verden wechselt, ihr noch etwas unter die Arme greift und, wie Stegmann es ausdrückt, „sich den Mund fusselig redet“. Doch Bürgermeisterin Franka Strehse ist davon überzeugt, dass Karin Stegmann die richtige Wahl für den Job ist. „Sie hat sich gegenüber den anderen – auch sehr guten – Bewerbern nochmal stark hervorgehoben“, sagt sie. „Am Dienstag hat der Verwaltungsausschuss ihrer Einstellung auch offiziell zugestimmt.“

Stegmann, die vorher elf Jahre lang als Bauingenieurin in Kirchlinteln gearbeitet hat und Vorsitzende der Visselhöveder Kirchengemeinde ist, freut sich über die neue Herausforderung. „Es ist ein Job, bei dem ich morgens nie weiß, was auf mich zukommt“, sagt sie. „Das stimmt“, bestätigt Franka Strehse lachend. „Den Worst Case gab es ja gleich am dritten Arbeitstag“. Gemeint ist ein Wasserrohrbruch im Kindergarten Fabula. „Dadurch gab es natürlich einen Wasserschaden, die Kinder mussten teilweise umziehen und es war ein riesiges Chaos“, erinnert sich Stegmann an ihre ersten Arbeitstage. Doch was gehört eigentlich zu den Aufgaben einer Gebäudemanagerin? „Hauptsächlich kümmere ich mich um die Verwaltung der 47 städtischen Gebäude“, erklärt die dreifache Mutter und Ehefrau. „Ich bin für die Wartung und die laufenden Bauvorhaben vor Ort verantwortlich.“ Doch auch die Grundstücksverwaltung gehört zu ihrem Aufgabengebiet. „Alles, wofür meine Kollegen im Bauamt nicht zuständig sind, landet bei mir“, sagt sie lachend.

Die ursprünglich aus dem Kreis Verden stammende Stegmann hat auch einen Standortvorteil. „Ich lebe seit mittlerweile 30 Jahren in Visselhövede“, sagt sie. „Wenn also ein Anruf kommt, an der Sporthalle ist was nicht in Ordnung, weiß ich sofort wo ich hin muss. In der Beziehung muss ich mich nicht mehr eingewöhnen.“

Wenn es die Zeit zulässt, kann sich die Gebäudemanagerin auch an eigene Ideen wagen. „Besonders das Thema energetische Sanierung liegt mir sehr am Herzen. In dem Bereich würde ich gerne was machen.“

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