Erste Planungen für eine Anlage an der Brockeler Straße / Konzept-Vorstellung im Fachausschuss

Ein Wohnpark für die neuen Alten

Rotenburg - Dr. Gerd Ellinghaus spricht von den neuen Alten. Er meint die heutige Generation 50-Plus, die sich das Leben im Alter anders vorstellt, als es bei den vorherigen Generationen der Fall war.

Die Idee: Einerseits individuelles und unabhängiges Wohnen in den eigenen vier Wänden, andererseits steht im Bedarfsfall aber auf Wunsch die notwendige fachliche Hilfe zur Verfügung. „Wohnen im besten Alter“ umschreibe die Vorstellung von einem Wohnpark, wie er möglicherweise an der Brockeler Straße in Rotenburg schon bald entstehen soll. Dr. Gerd Ellinghaus – er lebte 20 Jahre lang in Hellwege sowie in Verden und fühlt sich mit der Region verbunden – ist Vorhabenträger dieses Senioren-Wohnprojektes. Im Ausschuss für Planung und Hochbau präsentierte er die Idee und die gesellschaftlichen sowie die wirtschaftlichen Grundlagen des Vorhabens, aus dem in Unterstedt nichts geworden ist.

Es geht um betreutes Wohnen in frei stehenden Einfamilienhäusern. 40 bis 50 solcher Häuser sollen in dem Wohnpark entstehen – auf Grundstücken mit einer Größe von etwa 350 Quadratmetern und Wohnflächen von rund 90 Quadratmetern. Ellinghaus verweist in diesem Zusammenhang auf einen vergleichbaren Wohnpark in Meppen. Und er ist von der Nachfrage überzeugt. Denn die neuen Alten wollten ihren Kindern mit der Pflege nicht zur Last fallen, sie wollen unabhängig und in den eigenen vier Wänden leben – mit der Möglichkeit, auf die Hilfe zurückzugreifen, die sie gerade brauchen. Aber mehr noch: „Wir wollen die Gemeinschaft, die Nachbarschaftshilfe, das ehrenamtliche Engagement durch konkrete Vorschläge und Anregungen inspirieren und bei der Verwirklichung helfen“, heißt es auf der Internetseite der Dr. Ellinghaus GmbH.

Rotenburg und speziell das ins Auge gefasste Gebiet lägen günstig – wegen der nahen Einkaufsmöglichkeiten, der Nähe zum Diakoniekrankenhaus und Ärzten. Außerdem biete Rotenburg auch mit den ambulanten Pflegeeinrichtungen gute Voraussetzungen. Ellinghaus geht von einer hohen Nachfrage nach dieser Wohnform aus – allerdings nicht aus Rotenburg selbst, sondern aus dem norddeutschen Raum. Denn: „Die neuen Alten sind mobil und auch bereit umzuziehen, wenn sie eine entsprechende Wohnform finden“, so Ellinghaus.

Ein Beschluss war im Ausschuss nicht erforderlich. Allerdings setzt das Projekt eine Änderung des Flächennutzungsplanes sowie einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan voraus. · men

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