Mehrheitsgruppe: Stadt soll mal nachfragen

Wohin zieht es jetzt die IGS-Schüler?

Welchen Weg nehmen die IGS-Zehntklässler? Das will die Mehrheitsgruppe wissen. Deshalb soll die Stadtverwaltung in den Schulen nachfragen. 
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Welchen Weg nehmen die IGS-Zehntklässler? Das will die Mehrheitsgruppe wissen. Deshalb soll die Stadtverwaltung in den Schulen nachfragen. Foto: Menker
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Rotenburg – Das erneute Nein des Rotenburger Stadtrates im vergangenen Jahr zur Einrichtung einer dritten Oberstufe in der Integrierten Gesamtschule (IGS) bedeutet nicht, dass sich die Mehrheitsgruppe von CDU, FDP und WIR nicht mehr mit diesem Thema beschäftigt. Deren Sprecher Tilman Purrucker unterstreicht, dass diese Entscheidung nicht in Stein gemeißelt sei. „Man kann dagegen sein, aber es ist wichtig, die Zahlen und die weitere Entwicklung im Auge zu halten.“ Und deshalb fordert die Mehrheitsgruppe in einem Ratsantrag dazu auf, der städtischen Verwaltung einen entsprechenden Auftrag zu erteilen. Diese soll bei den Berufsbildenden Schulen (BBS) Rotenburg, beim Ratsgymnasium, in der Eichenschule in Scheeßel sowie bei der IGS in Oyten anfragen, wie viele Schüler des zehnten Jahrgangs der IGS Rotenburg sich für das kommende Schuljahr bei ihnen angemeldet haben.

„Die Zahl der Schüler, die nach dem Besuch der zehnten Jahrgangsstufe der IGS Rotenburg die Sekundarstufe II besuchen, um dort das Abitur abzulegen, ist für die weiteren Planungen der Rotenburger Schullandschaft von Bedeutung“, teilt Purrucker mit. Auch sei es wichtig, zu wissen, ob eine so ausgeprägte Präferenz der Schüler für die Schulform IGS besteht, dass sie den Weg zur IGS Oyten eingeschlagen, oder ob die Schüler stattdessen zum Beispiel einen Besuch der BBS Rotenburg oder einer der anderen Schulen vorziehen. Das Ergebnis der Umfrage könne außerdem wichtige Erkenntnisse darüber liefern, ob die bereits in die Wege geleitete Kooperation der IGS Rotenburg mit der IGS in Zeven Aussicht darauf verspricht, dass eine nennenswerte Zahl von Schülern im kommenden Schuljahr deren Sekundarstufe II besuchen wird, schreibt Purrucker in der Antragsbegründung. Dieser Antrag landet in der Sitzung des Rotenburger Stadtrates am kommenden Donnerstag von 20 Uhr an im Lucia-Schäfer-Saal auf dem Tisch – und wird in den zuständigen Schulausschuss verschoben.

Die Kooperation der beiden IGS in Rotenburg und Zeven beobachtet die Mehrheitsgruppe kritisch. Nicht zuletzt der langen Wege wegen, die die Rotenburger Schüler dann auf sich nehmen müssten. „Wir halten es für besser, mit den BBS in Rotenburg zu kooperieren“, sagt Purrucker. Diese Idee stand bereits im Zusammenhang mit der Frage im Raum, ob Rotenburg eine dritte Oberstufe bekommen soll. Einer solchen Zusammenarbeit hat die IGS allerdings eine Absage erteilt.

Aus Kreisen der IGS Rotenburg, so Klaus Rinck (CDU), sei nach dem Nein zur dritten Oberstufe in Rotenburg zu vernehmen gewesen, es würden sich viele der Zehntklässler in Richtung Oyten orientieren. Vor dem Hintergrund der Kooperation mit der IGS in Zeven sei es nun interessant zu erfahren, ob sich diese Hinweise nun auch in entsprechenden Zahlen dokumentieren lassen. Das alles wolle man als Mehrheitsgruppe wissen, um in Erfahrung zu bringen, ob sich auf Sicht ein Bedarf für eine dritte Oberstufe in Rotenburg anbahnt. „Dann kann man auch wieder darüber reden“, versichert Purrucker. Genau deshalb gehöre dieses Thema „in entsprechenden Abständen auf Wiedervorlage“. Allerdings sei nicht in jedem Jahr aufs Neue darüber zu befinden. Es gehe um sich abzeichnende Entwicklungen.

Vor diesem Hintergrund hat die Mehrheitsgruppe dann auch ihren Antrag in dieser Sache erweitert. Die Verwaltung soll darüber hinaus bei der Schulleitung der IGS Rotenburg anfragen, ob dort Erkenntnisse über Schüler des zehnten Jahrgangs vorliegen, die sich bei anderen als den genannten Schulen zum Besuch der Oberstufe angemeldet haben. Das Ergebnis ihrer Befragung soll die Verwaltung den Ratsmitgliedern, den Leitungen aller Rotenburger Schulen und der örtlichen Presse schriftlich mitteilen. Außerdem sieht der Antrag vor, die Schulleitung, den Schulvorstand und den Schulelternrat der IGS Rotenburg um eine schriftliche Stellungnahme zum Ergebnis der Befragung zu bitten. Hierbei soll es um die Frage gehen, ob das Ergebnis der Befragung mit der vorher getätigten Prognose der Befragten übereinstimmt. Außerdem hält es die Mehrheitsgruppe für wichtig zu erfahren, welche Schlüsse sie aus dem Ergebnis der Befragung für die in die Wege geleitete Kooperation mit der IGS Zeven ziehen.

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