Neujahrsempfang in der Kaserne Lehnsheide / Auflösung das beherrschende Thema der Gespräche

„Wir werden euch vermissen“

Bürgermeisterin Franka Strehse und Oberstleutnant Michael Kämmerer blicken optimistisch auf 2012.
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Bürgermeisterin Franka Strehse und Oberstleutnant Michael Kämmerer blicken optimistisch auf 2012.

Visselhoevede - Von Jens WietersVISSELHÖVEDE · War es der viertletzte, der drittletzte oder gar schon der vorletzte Neujahrsempfang in der Visselhöveder Kaserne Lehnsheide? Auf jeden Fall stand die Auflösung des Führungsunterstützungsbataillons 285 gestern Vormittag natürlich im Mittelpunkt der Gespräche.

Aber der Chef in der Kaserne, Oberstleutnant Michael Kämmerer, musste die rund 160 Zuhörer bezüglich eines genauen Termins enttäuschen: „Ich kann Ihnen derzeit noch keinen Auflösungstermin nennen. Bekannt ist nur, dass das Bataillon nach derzeitiger Planung bis Juli 2014 weiterhin Soldaten zur Sicherstellung der Führungsunterstützung in die Einsätze der Bundeswehr entsendet.“

Von seinem Bataillon seien stetig rund 35 Soldaten im Einsatz. „Es sind Einzelabstellungen von Personal für besondere Funktionen, und bei den Isaf-Einsätzen sorgen wir für die Sicherstellung der Führungsunterstützung sowohl im Kunduz als auch der in Kabul eingesetzten Kontingente“, erläuterte Kämmerer.

Aber trotz der anstehenden Auflösung will man in der Kaserne nicht die Flinte ins vielzitierte Korn werfen, sondern erstmal feiern. Und dazu zählt der 40. Geburtstag Visselhövedes als Garnisonsstadt. „Als Eröffnung dieser Feierlichkeiten ist es uns gelungen, die besondere Ausstellung ,Bundeswehr im Einsatz’ nach Visselhövede zu holen. Schon am 2. Februar werden wir sie mit geladenen Gästen im Beisein unseres niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann eröffnen. Die Ausstellung gastiert dann den ganzen Februar in Visselhövede und dokumentiert den Weg der Bundeswehr von den Anfängen bis hin zur Gegenwart der Einsätze“, verriet Kämmerer den Gästen.

Im Sommer werde ein weiterer Höhepunkt organisiert: Ein öffentlicher Appell auf dem Marktplatz, um die Rückkehr der 68 Soldaten des Bataillons aus Afghanistan zu feiern.

Visselhövedes Bürgermeisterin Franka Strehse blickte ebenfalls einige Jahre voraus, weil man bald „etwas verliert, was uns lieb und teuer ist“.

Aber Visselhövede stünde mit solchen Entscheidungen nicht alleine da, denn überall in der westlichen Welt würde die Personalstärke der Armeen reduziert. „Vielleicht wegen einer guten Friedenspolitik oder auch wegen der Erkenntnis, dass der Erfolg von Bodentruppen immer mehr in Zweifel gezogen wird.“ Die Soldaten, die heute im Einsatz seien, riskierten ihr Leben, um anderen Menschen zu helfen.

„Ich kann unseren Soldaten nur danken. Sie sind und bleiben nicht nur verlässliche Partner, sondern sind gute Freunde. Wir werden euch vermissen. Mögen sie solange bleiben, wie es irgend geht“, schloss die Bürgermeisterin.

Weitere Bilder unter http://www.kreiszeitung.de

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