Sottrumer Politik stärkt Feuerwehrleuten aus Ahausen nach Hausbrand den Rücken

„Wir haben vollstes Vertrauen“

Stunden nach dem ersten Brand bracht das Feuer an der Mühlenstraße erneut aus – diesmal konnten die Brandschützer nichts mehr tun. ·
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Stunden nach dem ersten Brand bracht das Feuer an der Mühlenstraße erneut aus – diesmal konnten die Brandschützer nichts mehr tun. ·

Ahausen - Von Tobias Woelki. Der jüngste Brandeinsatz an der Mühlenstraße in Ahausen und die nachfolgende Berichterstattung einer großen deutschen Boulevardzeitung, die viele in der Ortsfeuerwehr und in der Kreisfeuerwehr Rotenburg als beleidigend und unsachlich empfanden, hat ein Nachspiel.

Und zwar ein politisches. Denn natürlich haben auch andere Ortsfeuerwehren die Artikel über den Einsatz mitbekommen. Auf dem Jahrestreffen der Sottrumer Ortsfeuerwehr erklärte der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Klaus Dreyer verärgert: „Das eine Boulevardzeitung wegen des Brandes die Ahauser Feuerwehr verspottet, ist ein Unding. Wir stehen zu unseren Ortsfeuerwehren und stellen uns vor unsere Wehren. Ich werde einen Antrag in die nächste Sitzung des Samtgemeinderates einbringen, in dem wir unseren Feuerwehren volle Rückendeckung geben.“

Abschnittsleiter Dieter Hunold erklärte: „Ich war in Ahausen das erste Mal selbst vor Ort. Das Feuer war aus. Wir Brandschützer haben unsere Aufgabe gut gemacht.“ Kreisbrandmeister Jürgen Lemmermann stand in der Sitzung ebenfalls der lokalen Feuerwehr zur Seite: „Die Ahauser Wehr hat sich keinesfalls etwas vorzuwerfen.“

Er verwies in seinen Ausführungen auf einen ähnlichen Fall aus Köln. Hier sei die Berufsfeuerwehr zu einem Objekt auch zweimal in einem Abstand von mehreren Stunden gerufen worden und hätte ebenfalls eine Wärmebildkamera eingesetzt. In Internetforen hätten viele auf die Boulevardzeitung deshalb geschimpft, schilderte er.

Auf dem Jahrestreffen der Ahauser Feuerwehr betonte Samtgemeindebürgermeister Markus Luckhaus: „In den vergangen Jahrzehnten hat die Presse immer sachlich berichtet. Bei Leid und Tragödie erwartet man das auch von ihr. Es ist tragisch, dass es einige Stunden später wieder brannte. Das ist nicht neu. Es kommt mehrfach vor wie jüngst in Köln. Unsere Feuerwehren nehmen ihre Aufgaben nach besten Wissen und Gewissen wahr. Wir haben vollstes Vertrauen in ihre Arbeit. Sie genießt überall das größte Vertrauen. Der Bericht in der Boulevardzeitung war unfair und eine Frechheit. Mir fallen dazu noch drastischere Wörter ein, die ich aber nicht sagen will.“

Wegen des Berichtes überlegten zahlreiche Aktive aus der Ahauser Feuerwehr auszutreten. Der Mannschaft gegenüber betonte der Samtgemeindebürgermeister an diesem Abend noch einmal: „Wir haben vollstes Vertrauen in Eure Arbeit“. Er appellierte außerdem an die Aktiven: „Bleibt in der Ortsfeuerwehr!“

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