„Wir haben der PRD eine Absage erteilt“

Erdölsuche: Grüne lehnen Gespräche ab

Die Grünen fordern Eigentümer auf, die Untersuchungsfahrzeuge nicht auf deren Grundstücke zu lassen.
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Die Grünen fordern Eigentümer auf, die Untersuchungsfahrzeuge nicht auf deren Grundstücke zu lassen.

Rotenburg - Die geplante Suche nach Erdöl durch die kanadische Explorations- und Produktionsgesellschaft „PRD Energy“ im „Erlaubnisfeld Sittensen“ stockt gewaltig. Und der politische Gegenwind tobt weiter.

Die Grünen im Landkreis Rotenburg haben jetzt ihre Haltung, keine weiteren Gespräche mit PRD zu führen, untermauert. In einer Pressemitteilung heißt es, nicht zuletzt aufgrund des Widerstands in der Bevölkerung, der Ablehnung von Erdölförderung- und Erkundung zu den derzeitigen Bedingungen durch die Grünen und die Umweltschutzverbände sowie der vielfachen Verweigerung der Erteilung von Betretungsgenehmigungen für die seismische Erkundung habe PRD die Seismik mittlerweile auf den Herbst verschoben. In der Zwischenzeit werde versucht, Gespräche in kleinen Runden anzuberaumen, um Widerstände im nichtöffentlichen Raum aufzulösen. „Wir sind nicht bereit, einen so wichtigen Sachverhalt, der die Bürger dieser Region auf lange Sicht den Folgen und Spätfolgen seismischer Erkundungen und den dann sicher erfolgenden Erdölbohrungen aussetzt, in Hinterzimmern zu verhandeln“, so Susanne Mrugalla, Kreisvorsitzende der Grünen aus Freyersen.

Für die Bündnisgrünen im Landkreis sei klar, dass es keinen Sinn ergebe, weiterhin um jeden Preis fossile Energiequellen auszubeuten. Die Grünen setzen voll auf die Energiewende. „Wir lehnen konventionelle und unkonventionelle Erdölförderung ab, wir haben kein Interesse daran, in einem dicht besiedelten Raum wie Niedersachsen fossile Energiequellen anzuzapfen, die bereits als erschöpft galten, und wir sagen ganz klar ,Nein!‘ zur Gefährdung unseres Grund- und Trinkwassers“ ergänzt Mrugalla. Die Kreisgrünen lehnten weiterhin auch das Fracking als Fördertechnik ab.

„Wir wollen keine Gespräche mit PRD, da wir grundsätzlich kein Interesse an der Förderung fossiler Restbestände haben“, so Ragnar Kaesche, Kreisgeschäftsführer von Bündnis 90/ Die Grünen. Ursel Brüning-Wildhagen, Kreisvorsitzende der Grünen aus Scheeßel, verweist auf die bisherigen Schäden im Landkreis, die durch die Förderung von Erdgas und Erdöl entstanden seien: „Die teilweise Vergiftung von Wasser, Boden und Luft ist leider eine Tatsache, und jeder, der jetzt eine Betretungsgenehmigung erteilt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dies der erste Schritt zur Förderung ist.“

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