Bauhof-Chef Baumbach geht in den Ruhestand / „Immer voller Einsatz“

Der „Willi“ sagt Tschüss

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Olaf Strote (l.) übernimmt die Dienstauto-Schlüssel von Willi Baumbach. ·

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · In der Stadt und in den Dörfern ist er bekannt wie „ein blauer Hund“ – in Anlehnung an sein blaues Dienstfahrzeug und an seinen Blaumann, der an ihm festgewachsen schien. Aber jetzt werden sich die Visselhöveder umgewöhnen müssen, denn Willi Baumbach, Chef des Bauhofs, wurde gestern tränenreich in den Ruhestand verabschiedet.

Denn besonders die Mitarbeiterinnen des Bauamts haben ihren Willi offenbar so ins Herz geschlossen, dass sie ihn nur ungern ziehen lassen.

Der gebürtige Hiddinger feiert am kommenden Montag seinen 65. Geburtstag und macht damit eine „bei der Rente absolute Punktlandung“, wie Hauptamtsleiter Klaus Twiefel in seiner mit Fotos untermalten Rede informierte.

Der gelernte Schmied Baumbach war seit 1976 bei der Stadt Visselhövede beschäftigt und gehörte damit zum Urgestein der Verwaltung. Er hatte zunächst eine Klärwärterausbildung absolviert, wurde als Kraftfahrer eingesetzt und hat alle anfallenden Arbeiten im Bauhof übernommen. 1992 hatte er bereits erstmals den Vorarbeiter zeitweise vertreten, und seit dem Jahr 2000 leitete er den Bauhof. Zwischendurch war er auch im Personalrat der Stadt aktiv.

Twiefel bezeichnete Baumbach als besonders fleißig und als jemanden, der außerhalb der Arbeitszeit immer vollen Einsatz gezeigt habe. „Ganz egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, ob Feiertag oder nicht – Willi war bereit.“

Bauamtsleiter Gerd Köhnken konnte es gestern eigentlich „immer noch nicht fassen“, das ein „Stück Stadtgeschichte“ nun nicht mehr an Bord der Verwaltung und insbesondere des Bauhofs ist. Köhnken: „Immer wieder ist mir das Phänomen aufgefallen, dass wir vom Bauamt irgendetwas wollten, ihr vom Bauhof aber schon andere wichtige Dinge im Programm hattet, du aber ’ne Stunde später gemeldet hast: Alles fertig!“

Willi Baumbach selbst lobte die Mitglieder seines Bauhofteams, die besonders in harten Wintereinsätzen „nie auf die Uhr“ geschaut hätten. „Ganz gleich, ob wir zwölf, 16 oder sogar mehr als 20 Stunden am Stück den Schnee von den Straßen geräumt haben.“

Als eine der letzten Amtshandlungen übergab Willi Baumbach den Schlüssel seines Pickups an seinen Nachfolger Olaf Strote, der künftig von Reiner Franz vertreten wird. · jw

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