Alljährliches Ritual: Eiswette in Clüversborstel lockt wieder viele Besucher an

Die Wieste „geiht“

Cord Schlobohm durchschreitet – mangels Eisbildung – an der Clüversborsteler Wiestebrücke den kleinen Fluss. ·
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Cord Schlobohm durchschreitet – mangels Eisbildung – an der Clüversborsteler Wiestebrücke den kleinen Fluss. ·

Sottrum - CLÜVERSBORSTEL · Mit diesem Detail kann auch die über 180-jährige Tradition der Bremer Eiswette nicht mithalten: Während in der Hansestadt irgendein Schneider testet, ob die Weser „geiht or steiht“, ist es in Clüversborstel seit 37 Jahren immer Cord Schlobohm. Jetzt war es wieder soweit.

Als Treffpunkt diente abermals die kleine Brücke über die Wieste im Ort. Einige Änderungen gab es allerdings zu den Vorjahren, denn dieses Mal hatte Familie Cordes ihre Lagerhalle, scherzhaft die „Riverside-Hall“ genannt, zur Verfügung gestellt.

„Da sich in der Vergangenheit die Gruppe teilte, wenn Cord Schlobohm die Wieste durchquert hatte, haben wir das Konzept geändert“, erklärte Michael Riedel, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Niedersächsischen Kulturgutes, als Gastgeber. Statt eines Essens im Dorfgemeinschaftshaus, das vorbestellt werden musste, gab es jetzt direkt in der Halle Gyrossuppe für alle.

Zu den Gästen, die dieses Angebot gerne annahmen, zählten die Nachbarn aus Schleeßel. „Es hat uns im vergangenen Jahr sehr gut hier gefallen“, sagte Andrea Meyer, die sich über die Einladung sehr gefreut hatte. Überhaupt ist die Eiswette ein Event für alle Generationen. „Ich habe meine Freunde aus Eckstever, Ottersberg und Tarmstedt hierher eingeladen“, erzählte Hans Hermann Mahnken (75). Ihren Spaß hatten ebenfalls der zweijährige Finn, der bereits im vergangenen Jahr dabei war, sowie der fünfjährige Timon, ebenfalls schon häufiger bei der Eiswette zu Gast. Eine Premiere war es dagegen für Luca (11) und Luis (7).

Bevor es zum Höhepunkt des Abends kam, mischte sich Cord Schlobohm noch unter die Besucher. „Der Pegel der Wieste ist höher als vergangenes Jahr“, fachsimpelte er mit Harald Bösen, ebenfalls von Anfang an dabei. Trotzdem ließ sich der 58-Jährige nicht davon abhalten, mit vollem Körpereinsatz zu testen, ob die Wieste „geiht“.

Die Schaulustigen beobachteten das Spektakel, bei dem sich Cord Schlobohm nicht nur nasse Füße holte, von der Wiestebrücke aus. Am Ufer reichte der 15-jährige Dennis Riedel ihm die Hand und half die Böschung hoch. Anschließend gingen alle zusammen zurück zur Halle, wo sich weiterhin die fleißigen Pfadfinder um den Ausschank kümmerten. · ho

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