Mobbingforscherin Dr. Mechthild Schäfer von der Universität München beleuchtet Opfer und Täter

Wenn Kinder Kinder fertigmachen

Elke Bellmann und Herbert Neumann beim Pressegespräch im Rotenburger Rathaus. ·
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Elke Bellmann und Herbert Neumann beim Pressegespräch im Rotenburger Rathaus.

Rotenburg - Herbert Neumann und Elke Bellmann ist es gelungen, mit der Psychologin Mechthild Schäfer von der Universität München eine hochkarätige Referentin zum Thema Mobbing nach Rotenburg zu holen.

Unter dem Thema „Wenn Kinder Kinder fertig machen“, Mobbing – erkennen und richtig handeln, wird sie am Dienstag, 1. Oktober, ab 20 Uhr, im Rathaussaal der Stadt Rotenburg, Täter und Opfer näher beleuchten.

Diese Veranstaltung mit der Mobbingforscherin richtet sich an Eltern, Lehrer und Erzieher. In einem Pressegespräch informierten Bellmann vom Amt für Jugend und Soziales der Stadt Rotenburg und Neumann von der Lenkungsgruppe des Präventionsrates über die hochkarätige Referentin. Die Privatdozentin beschäftigt sich mit Themen wie Beziehungen im Kindes- und Jugendalter, Aggression und Mobbing in Schulklassen als Gruppenphänomen, Stabilität von Mobbingrollen und Konsequenzen von Mobbing. Sie geht dabei auch auf die Bedeutung der Pädagogen im Umgang mit Schülerproblemen ein.

Sie spricht über die Täter sowie Opfer des Mobbings und deren Verhaltensweisen. Bereits in der Grundschule kristallisiert sich heraus, dass die Täter in den ersten beiden Klassen mit ihrem Leistungsniveau unter dem Durchschnitt liegen. Das ändere sich ab der dritten Klasse. Da gehören sie zur leistungsstärkeren Hälfte. Die körperlichen Aggressionen nehmen von der ersten zur vierten Klasse ab und die sozialen Manipulationen (Mobbing) nehmen zu. Lehrer erkennen oft die Täter nicht.

Sie beleuchtet das Phänomen an den weiterführenden Schulen. Dort tritt Mobbing zunächst innerhalb der Geschlechtsgruppe auf. Der Anteil des Mobbings steigt mit den Schuljahren kontinuierlich an. Ein Höhepunkt wird in der siebten Klasse erreicht. Die Verteidiger der Opfer nehmen ab und die Zahl der Außenstehenden zu.

Zu ihren Lösungsansätzen gehören unter anderem, dass die Prävention im frühen Stadium erfolgen, also bereits bei den ABC-Schützen, beginnen muss. Hier kann noch allgemeine Vorbeugung wirksam sein. Bei weiterführenden Schulen muss zwingend mit den Tätern gearbeitet werden. Weiterhin geht sie auf die Wahrnehmungen von Schülern und Lehrern ein, die sich stark voneinander unterscheiden.

Der Eintritt beträgt drei Euro und wird zur Präventionsförderung verwendet. · go

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