Christine Braun, Leiterin der Rotenburger Stadtbibliothek, zieht Bilanz

Weniger Ausleihen, aber deutlich mehr aktive Nutzer

+
Christine Braun präsentiert die beiden Top-Titel des vergangenen Jahres: „Gregs Filmtagebuch“ und die DVD „Zweiohrküken“ waren sehr gefragt und am meisten unterwegs. ·

Rotenburg - Von Guido MenkerDie Zahl der Ausleihen in der Rotenburger Stadtbibliothek ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen – um rund 8 000 auf 201 182. Dennoch zeigt sich die Leiterin Christine Braun zufrieden: „Es handelt sich nicht um einen bedrohlichen Rückgang“, erklärt sie im Gespräch mit der Rotenburger Kreiszeitung, „das beunruhigt uns also nicht.“ Viel interessanter sei aus ihrer Sicht die Entwicklung bei den Nutzern. Und die unterstreicht, dass sich Christine Braun und ihr Team mit ihrem Konzept auf dem richtigen Weg befinden.

2010 hatte es 2 622 aktive Nutzer gegeben, im vergangenen Jahr stieg diese Zahl auf 2 942. „Besonders freuen wir uns darüber, bei den jungen Nutzern Zuwächse zu verzeichnen“, fügt Christine Braun hinzu. Bei den Bücherspatzen kletterte die Zahl der Anmeldungen von 20 auf 43, bei den 13- bis 17-Jährigen von 286 auf zuletzt 406. Vor allem die Leseförderung bei den Kindern und Jugendlichen liege dem Bibliotheksteam besonders am Herzen. Hierin sieht es auch in diesem Jahr einen der Schwerpunkte. Christine Braun: „Wir möchten in diesem Zusammenhang auch die Zusammenarbeit mit den Schulen weiter intensivieren.“

Die Arbeit in der Stadtbibliothek beschränkt sich nämlich schon lange nicht mehr nur auf das Ausleihgeschäft. „Die Bibliotheks-Pädagogik wird immer intensiver, maßgeschneiderte Angebote sind immer mehr gefragt“, weiß Christine Braun zu berichten. So habe auch die Zahl ganz spezieller Führungen zugenommen – beispielsweise für die Lindenschule der Rotenburger Werke, für Seminarfachgruppen oder etwa auch für Berufsbildungseinrichtungen. Hinzu kommen zahlreiche Veranstaltungen. So bietet die Stadtbibliothek beispielsweise regelmäßige Nachmittage „Nur für Jungs?!?“, das Bilderbuchkino, Treffen mit den Leseomas oder „Sprachen für Kinder“. Lesungen in Kooperation mit der Volkshochschule, im vergangenen Jahr das Projekt „Eine Stadt schreibt ein Buch“ oder auch der Julius-Club runden das Spektrum ab.

Darüber hinaus sei es dem Team nach wie vor ein Anliegen, zu ganz bestimmten Interessenkreisen kleine Ausstellungen zusammenzustellen. „Das werden wir auch weiterhin machen“, so Braun. Was der Besucher derweil nicht sieht: Fast ständig feilt die Stadtbibliothek an ihrem Bestand. Dieser ist zwar im vergangenen Jahr etwas zurückgegangen, dafür aber den Interessen der Nutzer weiter angepasst worden. Zwei Beispiele: VHS-Kassetten und auch Kinder-Kassetten sind fortan nicht mehr zu haben, weil eben auch die Nachfrage fehlt. Zugenommen habe derweil das Angebot bei den elektronischen Spielen – mit Umsatzraten, die die aller anderen Medien deutlich übertreffen, wie aus der Statistik hervorgeht.

Und eben diese Statistik weist bei den Büchern „Rubinrot“ von Kerstin Gier als den am häufigsten verliehenen Titel aus. 26 Mal war es 2011 über den Tresen gegangen – dicht gefolgt von „Gregs Filmtagebuch“ (25). „Bei den Erwachsenen liegen nach wie vor die Thriller im Trend, zuletzt waren allerdings weniger blutige Krimis gefragt“, freut sich Christine Braun. Und auch Regionalkrimis würden immer beliebter – zum Beispiel die von Nele Neuhaus.

Bei den Filmen auf DVD war „Vincent will Meer“ der Top-Titel, gleichauf mit „Zweiohrküken“. Beide Filme waren im vergangenen Jahr 53 Mal ausgeliehen worden – viel mehr geht eigentlich nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Kundgebung in Moskau gegen Polizei-Willkür

Kundgebung in Moskau gegen Polizei-Willkür

Schützenverein der Wasserdörfer feiern Jubiläum

Schützenverein der Wasserdörfer feiern Jubiläum

Stuhrer „Highland-Games“ gehen in die fünfte Runde

Stuhrer „Highland-Games“ gehen in die fünfte Runde

Gildefest 2019: Die Samstagnacht-Party im Festzelt

Gildefest 2019: Die Samstagnacht-Party im Festzelt

Meistgelesene Artikel

Feuerwehr ist 33 Stunden im Einsatz

Feuerwehr ist 33 Stunden im Einsatz

Feuerwehr rettet Entenküken aus Güllebehälter

Feuerwehr rettet Entenküken aus Güllebehälter

Gefahr im Wildschwein-Fleisch - erstmaliger Fund von Trichinen im Kreis

Gefahr im Wildschwein-Fleisch - erstmaliger Fund von Trichinen im Kreis

200.000 Euro gegen den Lärm am Schießstand

200.000 Euro gegen den Lärm am Schießstand

Kommentare