Mehrheitsfraktion blockiert Fassadenrenovierung und Untervogtplatz-Ausbau

Wenig Konsens im Kernortausschuss

Das Bestreben der Gemeinde, die Pläne für die Baumaßnahme Untervogtplatz voranzutreiben, ist vorerst gestoppt worden.
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Das Bestreben der Gemeinde, die Pläne für die Baumaßnahme Untervogtplatz voranzutreiben, ist vorerst gestoppt worden.

Scheeßel - Nur geringer Konsens konnte am Dienstagabend im Kernortausschuss erreicht werden. Einig waren sich die Fraktionen vor allem in einem Punkt: Die geplante Umgestaltung des Untervogtplatzes in zwei Bauabschnitte aufzuspalten ist aus Kostengründen wenig sinnvoll. Landschaftsarchitekt Niels Blatt erläuterte den Ausschussmitgliedern auftragsgemäß die Kosten für beide Alternativen.

Die ursprüngliche Option, die Neugestaltung des derzeitigen Parkplatzes und der Fläche vor dem Rathaus in zwei Bauabschnitte aufzuteilen, um das anfängliche Investitionsvolumen überschaubar zu halten, hätte Mehrkosten von 50 000 bis 100 000 Euro nach sich gezogen. „Allein die Höhenanpassung der Niveauunterschiede wären als Provisorium schwerlich realisierbar“, erläuterte Blatt. Seine Ausführungen überzeugten beide Lager.

Weniger Einigkeit bestand hinsichtlich der Frage, ob die optische und energietechnische Optimierung der Rathausfassade mit der des Untervogtplatzes Hand in Hand gehen sollte. Der Antrag sah vor, für einen Ideenwettbewerb 12 000 Euro in den Etat einzustellen und sich zeitnah auch überregional auf die Suche nach geeigneten Architekturbüros zu machen. Das Argument von Rathaus- chefin Käthe Dittmer-Scheele, eine fertige Planung in der Schublade könne die schnelle Beantragung von Fördergeldern sichern, leuchtete nicht allen Anwesenden ein: „Hier werden Entscheidungen übers Knie gebrochen – besser einmal nachgedacht als zweimal geplant!“

Auch Ratsherr Detlef Kaldinski (SPD) stellte die Prioritäten seiner Fraktion klar: „Das bestehende Rathaus ist funktional, ob es erweitert werden muss, ist unklar. Jetzt die Fassade zu verschönern, wo der Bauhof marode ist und andere wichtige Ausgaben wie die Renovierung des DGH Westervesede oder die Sanierung der Feuerwehrhäuser anstehen, wäre wie die Kür vor der Pflicht zu absolvieren!“ Wenig überraschend wurde der Antrag zum Vorantreiben der Planung zur Sanierung der Rathausfassade dann auch mit den sechs Gegenstimmen der Mehrheitsfraktion abgelehnt.

Ähnliches galt für einen Antrag zur Ortskernentwicklung. Auch wenn Einigkeit darin bestand, die Planung weiter vorantreiben zu wollen, wurde auch der Antrag auf Befürwortung der Einstellung entsprechender Gelder im Haushalt unisono von SPD, den Grünen und der Gruppe 57 gekippt. · hey

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