Stützpunktleiter Cordes erlebt beim Sportabzeichen manch Kurioses

Weitsprung, Winterfrost und Wurzelwerk

Mit den großen und kleinen Sportlern (hier die mit vier Jahren jüngste Teilnehmerin) erlebt das Stützpunktteam immer wieder Kurioses. ·
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Mit den großen und kleinen Sportlern (hier die mit vier Jahren jüngste Teilnehmerin) erlebt das Stützpunktteam immer wieder Kurioses. ·

Scheeßel - Die Scheeßeler sind ein spezielles Völkchen. Das zeigt sich nicht nur in den Ratssitzungen, sondern auch im Alltäglichen wie beim Sportabzeichen. So konnte Stützpunktleiter Friedrich Cordes anlässlich der Vergabe der im vergangenen Jahr abgelegten Sportabzeichen, 246 an der Zahl, auf einige Kuriositäten zurückblicken.

Während es bei den meisten der fünf Disziplinen auf Schnelligkeit ankommt, ließ der Scheeßeler Klaus Behrens sich mit der letzten Disziplin zum Erlangen seines Abzeichens richtig viel Zeit: Auf den letzten Drücker, nämlich direkt vor dem Silvesterlauf, legte er den noch fehlenden Weitsprung hin.

Das Gegenteil passierte dem Stützpunktleiter bei der Eilanfrage von Tobias Wegner: Der Aspirant für eine Laufbahn bei der Polizei wollte sein Sportabzeichen bereits im Januar absolvieren, um die für die angestrebte Ausbildung erforderliche Prüfung vorlegen zu können. Für Cordes eine Selbstverständlichkeit, in Ausnahmefällen wie in diesem bei vier Grad Celsius mit Stoppuhr und Messlatte auf dem Platz zu stehen.

Ein weiterer „besonderer Fall“, wie Cordes in seiner Ansprache am Mittwochabend im Scheeßeler Hof hervorhob, sei Johann Lambrecht – mit 80 Jahren und 36 abgelegten Prüfungen nicht nur als ältester Teilnehmer ein Vorbild. Auch in Punkto Unterstützung schätzt Cordes den Wahl-Scheeßeler: Der vielfältig engagierte Ehrenamtler steht ihm nicht nur im Stützpunktteam in der Saison jeden Sonntag auf dem Platz zur Seite, sondern macht sich mit seinen Einfällen und unbürokratischen Hilfsaktionen um das Sportabzeichen in Scheeßel verdient: „Beim neuen Zonenweitsprung hat er eine Konstruktion aus Messlatten entworfen, die das Ablesen und Umrechnen der Ergebnisse extrem vereinfacht“, erzählt Cordes, „und bei einer möglichen Stolperstelle vor dem Stadioneingang hat er nicht lange gefackelt, sondern kurzerhand den Stolperstein ausgebuddelt und die darunter liegende Wurzel entfernt!“

Auch der Bollerwagen, der die – farblich nach Gewicht gekennzeichneten - Kugeln fürs Weitstoßen rückenschonend befördert, wurde von dem ehemaligen Ingenieur aufgetan, restauriert und dem Verein zur Verfügung gestellt. · hey

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