Landvolk-Chef Gerhard Eimer: Verzögerungen nur bei der Wintergersten-Ernte

Wechselhaftes Wetter ideal

Bei der Wintergersten-Ernte haben die Landwirte in diesem Jahr mit einer leichten Verzögerung zu rechnen. Grundsätzlich spielt das Wetter den Bauern aber in die Karten. ·

Kreis Rotenburg - Endlich Sommerferien. Aber das Wetter ist noch nicht so ganz nach dem Geschmack derer, die derzeit ihren Urlaub genießen wollen. Ganz anders ist da schon die Einschätzung der Bauern. „Für die hiesigen Landwirte ist der Wechsel von Wind, Sonne und Regen in kurzen Abständen ideal.“

Das erklärte Gerhard Eimer, Vorsitzender des Kreisverbandes Rotenburg-Verden im Niedersächsischen Landvolk, bei einem Gespräch mit der RK/VN.

Einer der Gründe für die Zufriedenheit Eimers und der seiner Kollegen: „Die Wasserhaltekraft des Bodens ist hier bei uns in der Region nicht so hoch.“ Da helfe der Nachschub an Wasser ganz erheblich. „Die Haupternte steht noch bevor, der zeitliche Rahmen liegt im ganz normalen Bereich“, so Eimer weiter. Verzögerungen zeichneten sich derzeit lediglich bei der Wintergersten-Ernte ab. Danach seien dann Roggen, Weizen, Triticale sowie die Sommergerste an der Reihe. Später dann folge die Maisernte. Mais, aber auch die Kartoffeln sowie die Zuckerrüben stünden gut, so die Einschätzung von Gerhard Eimer. Seine Zusammenfassung der vergangenen Monate: „Das Wintergetreide hat die Witterung gut überstanden – mit wenigen Ausnahmen. Die Frühjahrstrockenheit hat dem Mais und den Hackfrüchten noch nicht geschadet, weil rechtzeitig im Mai wieder Niederschläge einsetzten.“

Alles also gut bei den Landwirten? Kein Grund zur Klage? „Nein, ganz so ist es nicht“, entgegnet Eimer. Denn der Optimismus vom vergangenen Jahr habe wieder abgenommen, weil die Kosten auf der einen und der Ertrag auf der anderen Seite in keinem guten Verhältnis mehr stünden. „Die Kosten steigen stark an“, weiß der Vorsitzende des Kreislandvolkes zu berichten. Sowohl die Preise für Energie als auch die für die Betriebsmittel seien wieder deutlich höher. Und parallel dazu seien die Erlöse für Milch und Fleisch rückläufig. Gerhard Eimer: „Die Ferkelerzeuger merken das immer am schnellsten.“

Darüber hinaus sei unter den Kollegen die Diskussion über das Baugesetzbuch in Gang. Dabei gehe es vor allem um die Privilegierung von Bauvorhaben. „Die verteidigen wir energisch. Sie wird nicht kippen, aber mit einer Modifizierung ist zu rechnen“, lautet die Einschätzung des Landwirts, der zugleich auch die anstehende GAP-Reform anspricht. Bei der Gemeinsamen Agrar-Politik auf europäischer Ebene sei für den neuen Agenda-Zeitraum ab 2014 mit neuen Grundpfeilern zu rechnen.

Diskutiert würde bereits jetzt über Grünlanderhalt, Fruchtvielfalt auf den Feldern sowie eine ökologisch wertvolle Gestaltung auf sieben Prozent der landwirtschaftlichen Flächen. Einzelheiten seien aber noch nicht bekannt. · men

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