Ahausen: Renate Pluntke verabschiedet sich in den Ruhestand

Wechsel im Kirchenbüro

Renate Pluntke (Mitte) verabschiedet sich in den Ruhestand. Zur Freude von Pastorin Marita Meixner-Andersohn (l.) ist mit Susanne Schmidt-Arendt eine Nachfolgerin bereits gefunden. ·
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Renate Pluntke (Mitte) verabschiedet sich in den Ruhestand. Zur Freude von Pastorin Marita Meixner-Andersohn (l.) ist mit Susanne Schmidt-Arendt eine Nachfolgerin bereits gefunden. ·

Sottrum - AHAUSEN · Eine „Institution“ verabschiedet sich in den Ruhestand: Renate Pluntke, bisher Pfarramtssekretärin in Ahausen, hört Ende des Monats auf. Lückenlos rückt dafür Susanne Schmidt-Arendt nach.

Seit dem 1. August 1991 verwaltet Pluntke alle Kirchenangelegenheiten. Engagiert hatte sie sich aber auch schon vorher kirchlich: Nach dem Umzug von Lüneburg nach Ahausen 1982 machte sie beim damals noch existierenden Bastelkreis mit. Pastor Egbert Rosenplänter fragte Renate Pluntke dann, ob die gelernte Großhandelskauffrau nicht Lust hätte, sich auf die Stelle der Pfarramtssekretärin zu bewerben. Zu Beginn handelte es sich um eine Fünf-Stunden-Woche, die sich später auf sechs erhöhte. „Dabei geht die Stelle oft ins Ehrenamtliche“, erklärt Pluntke, geboren 1947. Zu „Stoßzeiten“, wie Konfirmation und Weihnachten, gehörten freiwillige Überstunden zur Regel. „Konfirmationssprüche für 30 Konfirmanden und zusätzliche Liederzettel müssen getippt werden. Wir haben zwar etwa 100 Gesangbücher, doch bei großen Gottesdiensten reichen sie nicht“, sagt Pluntke über ihren Job. Allein zu Weihnachten stehen fünf Gottesdienste auf dem Programm. Außerdem muss die Sekretärin kontrollieren, ob die Konfirmanden wirklich ihren Dienst bei den Projektwochen einhalten. Zuständig ist Renate Pluntke auch für Friedhofsangelegenheiten, die Redaktion der kirchlichen Nachrichten, die Plakate in den Schaukästen, die Daten für den Geburtstagsbesuchskreis, Kirchenbücher und Archiv sowie die Organisation der silbernen und goldenen Konfirmationen. „Sie ist der Kontakt- und Knotenpunkt hier im Kirchenbüro“, sagt Pastorin Marita Meixner-Andersohn, die es begrüßt, dass es einen fließenden Übergang gibt. Pluntkes Nachfolgerin Susanne Schmidt-Arendt arbeitet sich vier Wochen lang ein. Offiziell in ihr Amt eingeführt wird sie nach Ablauf der sechsmonatigen Probezeit mit einem Gottesdienst.

Renate Pluntke ist aber auch weiterhin ehrenamtlich für die Kirche tätig. Sie singt im Gospelchor, sitzt im Gemeindebeirat, kümmert sich um die Senioren und arbeitet in der Zeitungsredaktion mit. Ihre schönsten Momente in ihrer Amtszeit erlebte sie, als ein estländischer Chor in Ahausen einquartiert war, der am internationalen Chorfestival in Rotenburg teilnahm. Ebenfalls beeindruckend sei der Kontakt mit den Tschernobyl-Kindern gewesen.

Über ihren neuen Lebensabschnitt sagt Pluntke: „Ich muss mich jetzt erstmal neu sortieren.“ Ein bisschen mehr reisen will sie. Und jetzt ist mehr Zeit für Garten, Tennis, Chorsingen und Basteleien da. „Entpflichtet“ wird Renate Pluntke am Sonntag im Gottesdienst. · bd

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