Leiterin der Beeke-Schule Elke Oppermann mit Humor und Musik verabschiedet

Wechsel zur „dunklen Seite“

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Elke Oppermann hält den Verabschiedungschor ihrer Schulleiterkollegen per Handy fest. 

Scheessel - Von Ulla Heyne. So, wie sie die Geschicke der Beeke-Schule geführt hatte, wurde Schulleiterin Elke Oppermann gestern im Rahmen einer Feierstunde von derzeitigen und ehemaligen Kollegen, Rektoren befreundeter Schulen, Vertretern aus Rat und Verwaltung und anderen Mitstreitern verabschiedet: mit persönlichen Worten und viel Humor.

In allen Reden wurde deutlich: In ihren viereinhalb Jahren hat die Zevenerin nicht nur inhaltlich viel erreicht – die Umwandlung zur Oberschule, Lehrerfortbildungen, Verjüngung des Kollegiums, integratives Lernen, bauliche Veränderungen – sondern auch, wie Verwaltungschefin Käthe Dittmer-Scheele betonte, „Regeln für Oberschule mitgeschrieben.“ Konrektor und kommissarische Nachfolger Sven Borstelmann hob vor allem die Umsetzung neuer Kommunikationsformen, die Verbesserung des direkten Drahts zu anderen Schulen und die Veränderung des Schulrhythmus‘ hervor.

Viel gravierender, das wurde aus den Worten von Sekretärin Ilse-Marie Voß und der didaktischen Leiterin Daniela Schindler deutlich, habe jedoch Oppermanns persönlicher Stil das Gesicht der Schule geprägt – von offenen Worten über „hemmungsloses Lachen bei Konferenzen“ und dem Mut, eigene Fehler zuzugeben, bis zur Größe, anderen Raum für ihre Projekte zu lassen. So überwog bei vielen Anwesenden, die in ihrer Rückschau auf die vergangenen Jahre sehr persönliche Erinnerungen einfließen ließen, das weinende Auge, und das nicht nur im übertragenen Sinne.

Die musikalische Umrahmung – wie hätte es der Hobbymusikerin würdiger sein können – bestritt ein Trio aus den Lehrerkollegen Wolfgang Rose und Renee Kahlbrecht sowie ihrer langjährigen Duopartnerin Eli Lohoff. Als Überraschung brachte auch ein eigens gebildeter „Schulleiterchor“ der zum 1. Februar ins Schuldezernat nach Lüneburg wechselnden Geehrten diverse Ständchen.

Die Zweifel, ob Oppermann in Zukunft auch so viel Spaß haben könne, bügelte Oppermann in der ihr eigenen Schnodderschnauze ironisch ab: „Ich wechsele auf die dunkle Seite der Macht!“ Auch wenn die Schule von einem gut eingearbeiteten Leitungsteam in ihrem Sinne weitergeführt wird: Für viele ihrer Wegbegleiter wird die charismatische Schulleiterin eine Lücke hinterlassen.

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