Bürgermeister kündigt Abschied im Herbst 2021 an

Weber tritt nicht wieder an

Andreas Weber will nach der Kommunalwahl 2021 aus dem Fokus heraustreten und politisch in den Hintergrund rücken. 
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Andreas Weber will nach der Kommunalwahl 2021 aus dem Fokus heraustreten und politisch in den Hintergrund rücken. Foto: Krüger
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Rotenburg – Rotenburg wird im Herbst kommenden Jahres eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister bekommen. Amtsinhaber Andreas Weber (SPD) tritt nicht wieder an. Das hat der Verwaltungschef am Mittwoch offiziell verkündet. Nach dem Hin und Her um seine zunächst angekündigte erneute Kandidatur im Herbst vergangenen Jahres und den darauffolgenden Rücktritt vom angedrohten Rücktritt wegen des politischen Streits um die IGS-Oberstufe hat sich Weber nun endgültig festgelegt. Seinen Entschluss hat er schriftlich allen Rathausmitarbeitern und am Nachmittag dem Verwaltungsausschuss des Rates mitgeteilt.

Für seine Entscheidung führt Weber vor allem gesundheitliche Gründe an. Würde er antreten, liefe das Amt nach der in Niedersachsen nunmehr verkürzten Dienstzeit noch bis Oktober 2026. „Mit großer Begeisterung und Elan würde ich diese Aufgabe auch gerne fortsetzen wollen, wenn ich noch etwas jünger wäre.“ Der ehemalige Leiter der Bremer Kriminalpolizei und des dortigen des Landeskriminalamtes Weber wird im kommenden Jahr 64 Jahre alt. „Und genau da bin ich mir nicht sicher, ob ich diese Zeit auch mit voller Kraft und Energie noch für Rotenburg dienen könnte. Da habe ich die Befürchtung, dass es für Rotenburg einen Bruch geben könnte, wenn mir diese nötige Energie vielleicht nicht mehr wie bisher zur Verfügung stehen würde“, so Weber im Brief an seine Mitarbeiter. Im November 2014 hatte Weber Detlef Eichinger an der Verwaltungsspitze der Kreisstadt abgelöst.

Auf Nachfrage betont der scheidende Bürgermeister, dass ihm der Job trotz harter politischer Auseinandersetzungen immer Spaß gemacht habe – und weiter mache: „Die Freude an der Arbeit ist nach wie vor da.“ Seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger könne er nur wärmstens empfehlen, dieses tolle Amt auszuüben, um den Heimatort gestalten zu können. Er selbst trete aber ab dem kommenden Jahr aus Altersgründen kürzer. Auch werde er sich als dann noch amtierender Bürgermeister nicht in den Wahlkampf einmischen. Eine erneute Kandidatur für den Stadtrat 2021 schließt er für sich aus.

In den verbleibenden 16 Monaten seiner Dienstzeit werde er sein ganzes Engagement „in die Bewältigung der Corona-Pandemie, einen zukunftsfähigen Haushaltsplan und eine nachhaltige Stadt- und Verkehrsentwicklung geben, damit wir alle in eine sichere und lebenswerte Zukunft schauen können“, schreibt Weber. Die vergangenen fünfeinhalb Jahre seiner Dienstzeit hätte durch die Teamleistung im Rathaus große Erfolge gebracht in den Bereichen „Leben, Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Sicherheit und Ordnung, Wirtschaft, Kultur, Sport, Einkaufen mit toller Außengastronomie, Kitas und Schulen, Verkehrsinfrastruktur sowie Umwelt und Gemeinschaft“. In die Debatte um seine Nachfolge möchte sich Weber indes nicht einmischen. Das sei Sache der Parteien. „Ich würde mich aber freuen, wenn es mehrere Kandidaten gibt, damit die Bürger auch wirklich eine Wahl haben“, so Weber.

Während Webers Parteigenossen am Mittwochnachmittag noch nicht öffentlich auf die Entscheidung des Verwaltungschefs reagierten, bestätigte Gemeindeverbandsvorsitzender Eike Holsten für die CDU, dass weiterhin Gespräche mit zwei Kandidaten geführt würden – mit zwei Männern. „Wir haben unsere Entscheidung nicht davon abhängig machen wollen, ob Andreas Weber wieder kandidiert“, so Holsten auf Nachfrage. Bis zur Sommerpause wolle man sich öffentlich äußern, und selbstverständlich könnte es möglicherweise nun auch einen gemeinsamen Kandidaten geben: „Den Rückzug nehme ich zum Anlass, mit den anderen Parteien im Stadtrat über das Thema Bürgermeisterkandidat zu sprechen.“

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