Lokalmatadore sind beim ersten Lauenbrücker Fischerstechen erfolgreich

Wasserspaß auf dem See am Gut

Fischerstecher sind hart gegen sich selbst und andere. ·

Scheessel - LAUENBRÜCK · Beim alten Brauch des Fischerstechens verliert derjenige, der zuerst ins Wasser fällt. Beinahe wäre auch das erste Lauenbrücker Fischerstechen am Sonntag buchstäblich ins Wasser gefallen, denn Petrus schickte Dauerregen und starken Wind. Aber das Organisationsteam der Dorfgemeinschaft Lauenbrück (DGL) um die Vorsitzende Essi Freude-Quade staunte nicht schlecht, als trotz des Sauwetters Team für Team am See am Gut eintraf.

Alle Teilnehmer gingen in mehr oder weniger wasserfesten, sehr originellen Verkleidungen an den Start. Ob speziell bedruckte T-Shirts, lange Unterwäsche, Elchgeweih, Taucherbrille, Strohhüte, historische Badekappen oder Kuscheltiere – alles musste mit ins Schlauchboot. Von Vuvuzelas und Fangeschrei lautstark unterstützt ging es dann zur Sache. Immer zwei Mannschaften, jeweils mit zwei Paddlern und einem Stecher besetzt, traten in Schlauchbooten gegeneinander an.

Alle Teilnehmer waren laut Reglement mit Schwimmwesten ausgestattet und ohne Fußbekleidung. Die Stecher standen auf einem schmalen Brett im Bug der Schlauchboote, die dann aufeinander zufuhren. Mit einer gut gepolsterten Lanze versuchten die Stecher nun den Gegner ins Wasser zu schubsen. Wer zuerst ins Wasser fiel, hatte diesen Durchgang verloren. Es gab aber für jedes Fischerstecher-Team gute Chancen, trotzdem über die Hoffnungsläufe ins Finale zu kommen. So geschehen bei der Siegermannschaft „Johnny Bargeld“ mit den Lokalmatadoren Stefan Stünkel als Stecher und Tobias Matthies und Hinnerk Ehlbeck als Paddler: Im ersten Durchgang fiel Stünkel zwar ohne jegliche „Feindberührung“ vorzeitig ins Wasser, nutzte dann aber die folgenden Läufe und wurde schließlich mit großem Siegerpokal zum ersten „Meisterstecher von Lauenbrück“ gekrönt.

Zweiter bei den Erwachsenen wurde das Team „Brathering“ aus Klein Meckelsen mit Stecher Torsten Meyer und den Paddlern Günter und Torben Tiemann. Hochachtung für die Ladys aus Klein Meckelsen, denn sie errangen als Team „Hot Legs“ einen dritten Platz. Bei den Kindern und Jugendlichen (zehn bis 18 Jahre) holten sich die Lauenbrücker „Wicki und die starken Männer“ mit Stecher Janek Meyer und den Paddlern Michel Müller und Frederik Meyer den Siegerpokal. Sie verwiesen die „Hesedorfer Bauernjungs“ mit Malte, Adrian und Nico auf den zweiten Platz.

Durchweg alle Teilnehmer lobten die hervorragende Organisation durch die DGL, die auch für Verpflegung, Getränke und das gesamte Drumherum bestens gesorgt hatte. Der See am Gut mit klarem Wasser in Stehhöhe erwies sich als idealer Schauplatz für das erste Fischerstechen in Lauenbrück. „Ich bin schlichtweg überwältigt“, resümierte die Cheforganisatorin Essi Freude-Quade.

„Unser großer Dank und Respekt gilt allen Teilnehmern, die sich trotz elf Grad Lufttemperatur und Starkwind nicht entmutigen ließen. Ein besonderes Dankeschön gilt auch der Familie Hans-Christian Graf von Bothmer, die freundlicherweise ihren See am Gut zur Verfügung stellten und uns mit warmen Duschen und Glühwein versorgten. Im kommenden Jahr gibt es ganz bestimmt das zweite Lauenbrücker Fischerstechen.“ · hu

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