Kaffee-Hag-Aktion verantwortlich

Wappen aus dem Stickerheft

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Das Visselhöveder Stadtwappen hat eine ganz eigentümliche Geschichte, die der inzwischen verstorbene ehemalige Stadtarchivar Klaus Heinzel für die Stadtchronik recherchiert hatte.

Demnach ist die aktuelle Version mit Johannes, dem Täufer nur dem Umstand zu verdanken, dass die Bremer Kaffeeröster der Firma Hag zweimal eine Aktion Wappenmit Wappenbildern als Sammelkarten startete. Denn ursprünglich sah das Wappen ganz anders aus.

Laut Heinzels Nachforschungen wurde dem Flecken Visselhövede 1581 durch Bischof Eberhard von Holle zu Lübeck, Administrator des Stiftes Verden, Wappen und Siegel verliehen. „Der älteste vorhandene Siegelabdruck stimmt überein mit einem Deckengemälde im Rathaus-Saal“, wie Heinzel in der Chronik berichtet. Ein Professor Hermann Hupp habe 1933 an einem Album mit Ortswappen-Sammelbildchen der Firma Kaffee-Hag gearbeitet. Da sei der Kopf Johannes des Täufers aufgetaucht, während das bis 1948 gültige Wappen einen Bischof mit Mütze zeige.

Johannes, der Täufer statt Bischof

1948 habe das Niedersächsische Staatsarchiv Zweifel an den Angaben der Stadt geäußert, die das bis dahin gültige Wappen gemeldet hatte. „Das Archiv bezog sich dabei auf die Angaben des Professor Hupp, dass der Mann mit den zwei Fähnchen des Bistums Verden kein Bestandteil des Visselhöveder Wappens sei“, steht in der Chronik beschrieben.

Der Heraldiker Gustav Völker habe daraufhin für die Stadt das jetzt gültige Wappen entworfen – nach den Vorstellung des Professors Hupp aus der Kaffee-Hag-Sammelbilderkollektion. Dieses Wappen sei durch Beschluss der Ratsversammlung vom 11. Juni 1948 eingeführt worden, schrieb Heinze in der Stadtchronik nieder.

Dem teilte das Niedersächsische Staatsarchiv am 20. Oktober 1987 mit, dass nicht mehr ausgeschlossen werden könne, dass das Wappen mit dem Bischof doch das echte sei. · jw

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