Getragen vom Kreditgeschäft wächst Bilanzsumme auf 467 Millionen Euro

Volksbank Wümme-Wieste auf der Überholspur

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Der Vorstand der Volksbank Wümme-Wieste, Matthias Dittrich (l.) und Stefan Hunsche, präsentierte gestern Morgen erfreuliche 2012er-Zahlen.

Sottrum - Premiere bei der Volksbank Wümme-Wieste. Die aktuellen Werbe-Ikonen der Gruppe, Moderatoren-Urgestein Ulrich Wickert und Schauspieler Hannes Jaenicke, philosophieren in einem Filmchen über bäuerliche Landwirtschaft und Massentierhaltung, über eigene Gewohnheiten, und dass es reiche, einmal die Woche Fleisch auf dem Teller zu haben.

Sie transportieren eine Botschaft: Die Volksbanken stehen für regionale Verwurzelung, für Nachhaltigkeit nicht nur im Umgang mit der Natur. „Und das seit 120 Jahren in der Region an Wümme und Wieste“, machten Matthias Dittrich und Stefan Hunsche beim Bilanzpressegespräch gestern Morgen in der Hauptstelle in Sottrum deutlich. Der Vorstand wartete mit erfreulichen Zahlen auf; die Bilanzsumme konnte in 2012 um beachtliche 8,6 Prozent auf 467 Millionen Euro gesteigert werden.

Maßgeblich für das Wachstum der Volksbank mit zwölf Geschäftsstellen von Fischerhude bis Fintel und 161 Mitarbeitern ist eindeutig das Kreditgeschäft. Die Forderungen an Kunden erhöhten sich um 9,4 Prozent auf 278 Millionen Euro. Vorwiegend die mittelständische Wirtschaft und die Landwirtschaft aus der Region fragten die Kredite nach, aber auch zahlreiche private Immobilienkäufer und -besitzer reihten sich, so Matthias Dittrich, in den Kreis der mittlerweile rund 28 000 Volksbank-Kunden ein. Den Kreditnehmern komme das niedrige Zinsniveau sehr zu passe.

Anders die Einleger, „die sich an Renditen, die mit einer ,Null Komma‘ beginnen, erst noch gewöhnen müssen“, fasst Stefan Hunsche die Situation zusammen. Die Zinsen für kurzfristige Geldanlagen liegen zurzeit deutlich unter der Inflationsrate, der Anleger hat darum „am Jahresende weniger Kaufkraft im Portmonee.“ Ratsam sei es, das eigene Anlagen-Portfolio durch Fonds-Papiere zu ergänzen. Die Kundeneinlagen stiegen in 2012 um 1,2 Prozent auf 287 Millionen Euro. – Der geschäftliche Erfolg drückt sich im Zinsüberschuss aus. Der stieg im vergangenen Jahr auf 13,6 Millionen Euro. Der Überschuss aus dem Provisionsgeschäft summierte sich auf 3,9 Millionen Euro. Nach Abzug der Lohnkosten, der Investitionen und der Bedienung der Rücklagen weist die Bilanz einen Überschuss von 1,2 Millionen Euro nach Steuern aus. Die Zahlungen an den Fiskus beliefen sich auf 2,7 Millionen Euro, davon 1,1 Millionen Euro Lohnsteuer und 1,6 Millionen Körperschafts- und Gewerbesteuer. Letztere kommt allen Gemeinden zugute, in denen die Volksbank Filialen unterhält. Bemessungsgrundlage ist die Zahl der jeweils vor Ort tätigen Mitarbeiter.

Teil des in der Bilanz ausgewiesenen Eigenkapitals ist der sogenannte „Fonds für allgemeine Bankrisiken“, den die Volksbank in 2012 um 1,5 Millionen auf neun Millionen Euro aufstockte. Die freiwilligen Rücklagen stehen dazu mit fünf Millionen Euro zu Buche. Damit, so Hunsche, sei die Volksbank Wümme-Wieste in der Lage, allen Unwägbarkeiten und Risiken zu begegnen. Auch wenn der Vorstand für 2013 durchaus optimistisch gestimmt sei, wäre Wachsamkeit angezeigt. Die anhaltende Niedrigzinsphase, der aggressiver werdende Wettbewerb, die demografische Entwicklung und das sich verändernde Kundenverhalten seien Themen, denen man sich stellen müsse. Auch wenn die Volksbank auf ihre fast 9 200 Mitglieder bauen könne, müsse jeder Kunde für sich die Entscheidung treffen, ob er, so Dittrich, die Beratung vor Ort durch Zugriff auf wettbewerbsverzerrende Angebote von Direktbanken aufs Spiel setzen wolle.

Übrigens: Die Volksbank Wümme-Wieste unterstützte gemeinnützige Vereine und Institutionen in 2012 mit rund 83 000 Euro. Darunter sind auch 15 000 Euro, die fürs Nabu-Projekt „Wege zur Artenvielfalt“ bereitgestellt wurden. · sf

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