RROP: Stadt will Planzeichen für Arbeitsplatzentwicklung und Tourismusausbau

Zwei fehlende Buchstaben sorgen für Protest

Der Nordpfad ist ein Tourismusmagnet, auch darum will die Stadt das Planzeichen E im Raumordnungsprogramm. - Foto: Kirchfeld

Visselhövede - Von Jens Wieters. Es sind nur zwei kleine Buchstaben, aber die bitteschön hätte die Stadt Visselhövede gerne für ihr Gemeindegebiet im Entwurf für das neue Raumordnungsprogramm des Landkreises (RROP) dargestellt. Denn dort fehlt das A für die Sicherung und Entwicklung von Arbeitsplätzen ebenso wie das E für Orte mit besonderer Aufgabe für Tourismus und Erholung.

Eine entsprechende Forderung an den Landkreis soll der Stadtrat während seiner Sitzung am Donnerstag, 16. Juni, verabschieden. Eigentlich müssen die Stellungnahmen zum Entwurf des RROP bereits heute in der Kreisstadt vorliegen, aber Visselhövede hat eine Ausnahmegenehmigung bekommen, um die Stellungnahme vom Rat absegnen zu lassen.

Hintergrund des kleinen Protestes gegen den Wegfall der beiden Planzeichen ist, dass der Landkreis die Kennzeichnung für besondere Schwerpunkt- und Entwicklungsaufgaben in den Grundzentren nach Vorgabe des Landes nur noch reduziert vergeben will. „Es wird begründet, dass den Grundzentren die mit diesen Zeichen verbundenen Funktionen ohnehin übertragen seien“, informierte Bauamtsleiter Gerd Köhnken den Visselhöveder Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt und Energie.

Trotz dieser Ausgangslage drängt der Ausschuss aber einstimmig darauf, das Planzeichen A zu behalten. „Wir haben hier viele Firmen angesiedelt, die überregional eine bedeutende Rolle spielen. Das muss entsprechend berücksichtigt werden“, forderte Eckhard Langanke (WiV).

Überhaupt habe die Stadt in den vergangenen Jahren eine gute gewerbliche Entwicklung genommen, so der Tenor des Ausschusses. Dazu gehöre unter anderem die Neuaufstellung des Gewerbegebiets Lehnsheide. Der Stadt sei die Schwerpunktaufgabe „Sicherung und Entwicklung von Wohnstätten“ zuerkannt worden, aber es sollen wohnortnahe Arbeitsplätze geschaffen werden, so dass das Planzeichen A dringend nötig sei.

Gleiches gelte für das E, das nach Wünschen des Landkreises nur an Orte, die an überregional bekannten Rad- und Wandertouren sowie dicht an Naherholungs-, Natur- oder Landschaftsschutzgebieten, Seen oder Wäldern liegen sowie über ein ausreichendes Angebot an Freizeitaktivitäten verfügen. „Für das E müssen ausreichende Quartiere, Gastronomiebetriebe oder Melkhüs vorhanden sein“, erläuterte Köhnken. Unter dem Blickwinkel Erholung würden die Übernachtungszahlen nicht bewertet, da es sich häufig um Seminar- und Monteurübernachtungen handele. „Aber die Zahl der Übernachtungen in Visselhövede ist erheblich. Die Stadt liegt an zentraler Stelle am Hohe-Heide-Radweg, ein Melkhus in Ottingen könnte kurzfristig entstehen und die räumliche Nähe zu den wesentlichen Parks in Soltau, Verden, Hodenhagen und Walsrode hat sich nicht geändert“, hält die Verwaltung in der vom Ausschuss abgesegneten Stellungnahme dagegen.

Außerdem hebe der Entwurf die besonderen landschaftstypischen Gegebenheiten Visselhövedes unter den Abschnitten „Natur und Landschaft“ und „Landschaftsgebundene Erholung“ sowie „Energie“ besonders hervor. „Wir beantragen daher, das Planzeichen E zuzuerkennen“, heißt es in dem Schriftstück.

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