Möglichst viele „Full Pulls“ sind das Ziel

Trecker Treck: Zusammenspiel von Mensch und Maschine

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Der erste Pull durch Lars Feldmann hat die Startfreigabe, genau wie vor zehn Jahren.

Nindorf - Von Henning Leeske. Wenn mehrere tausend Menschen an einem sonnigen Wochenende zuschauen, wie Trecker mehrere Tonnen schwere Betonplatten immer wieder übers Feld ziehen, muss etwas Besonderes dahinterstecken.

Trecker Treck hieß das Spektakel in Nindorf, zu dessen zehnter Ausgabe das Orgateam um Michael Twiefel zahlreiche Traktoren begrüßen konnte. Normale Traktoren, die auch auf den Feldern zum Einsatz kommen, wohlgemerkt.

Ziel bei dem spektakulären Wettkampf ist es, mit dem Trecker den Bremswagen so weit wie möglich über die 100 Meter lange Bahn zu ziehen. Mit zunehmender Strecke wird das Gewicht mechanisch erhöht. Schafft der Fahrer dabei die volle Distanz der Strecke, schallt es aus den Lautsprechern: „Full Pull!“ Nach diesem beginnt das Ganze im Falle eines Stechens von vorne, dann wird bereits am Anfang ein höheres Gewicht gesetzt. Mehrere Hundert Male wurde der Bremswagen mit den Gewichten so über den Acker gezogen, und sowohl die Fahrer als auch die Zuschauer hatten in den 17 unterschiedlichen Klassen ihren Spaß.

Genau wie bei der Premiere vor zehn Jahren war Lars Feldmann mit seinem imposanten Fendt-Trecker beim Auftakt am Samstag wieder als erster am Start und schaffte es in der Gespannklasse bis in das letzte Stechen.

Heimsieg für Kim Jaworski

Den ersten Heimsieg für die Visseler konnte Kim Jaworski aus Jeddingen in der Frauenklasse erringen. Mit einem „Pull“ auf 88 Metern im Stechen ließ sie die weibliche Konkurrenz hinter sich. Auch bei den Zehn-Tonnen-Gespannen konnten die Nindorfer Hartmut Twiefel und Bastian Wolff mit ihren legendären Unimogs den Heimvorteil ausspielen – das Team landete auf dem zweiten Platz.

In der 16-Tonnen-Klasse wurde es dann noch lauter. Besonders die beiden IHC-Traktoren aus Schleswig-Holstein verdunkelten durch ihre Rauchfahnen den Abendhimmel. Die zwei Ackerboliden mit jeweils 500 Pferdestärken waren – so wie die anderen besten Gespanne – nicht vom Bremswagen „Big Brems“ zu halten, wodurch die drei stärksten Teams gleichberechtigt zum Sieger geehrt wurden.

10. Trecker Treck in Nindorf

Jan und Timo Schnackenberg, die beiden Mitglieder des Teams Nindorf, verzichteten indes auf ihre Lorbeeren, da sie als Veranstalter bewusst außer Konkurrenz gestartet waren. Durch die vielen Stechen in den heiß umkämpften Wettbewerben kam es so fast zum ersten Nindorfer „Night Pull“.

Auf der anschließenden Jubiläumsparty im Festzelt nahmen die Sieger der Stechen schließlich ihre Pokale und gespendeten Sachpreise in Empfang – natürlich inklusive einiger neuer Anekdoten, wie sie es zu dem Triumph geschafft hatten.

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