Rechtsstreit beendet

Zurück zur neuen Rettungswache

Rettungswache Visselhövede
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Noch ist die Rettungswache weitestgehend verwaist. Nach der Sanierung soll es dort in der ersten Jahreshälfte 2022 mit dem Betrieb weitergehen.

Nach vier Jahren kam der Schimmel – und die Rettungswache in Visselhövede war ab 2016 nicht mehr nutzbar. Es folgte ein langer Streit darüber, wer dafür nun verantwortlich ist. Gerichte haben jetzt gesprochen – und der Wiedereinzug 2022 steht in Aussicht.

Visselhövede – Die Visselhöveder Rettungswache an der Nindorfer Straße war gerade einmal vier Jahre in Betrieb, als 2016 feststand, dass das noch neue Gebäude vorerst nicht nutzbar war. Der Grund: Schimmelbefall, hervorgerufen durch Pfusch am Bau. Mitte Oktober dieses Jahres sind nun gemäß eines geschlossenen Vergleiches „alle Zahlungen der Beklagten, Nebenintervenienten und Streitverkündeten alle Zahlungen vollständig eingegangen“. Das teilte Landrat Marco Prietz (CDU) kürzlich auf der Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz und Rettungsdienst mit.

„Das ist eine gute Botschaft“, sagt Rolf Eckhoff, Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Bremervörde, der die Rettungswachen des Landkreises betreibt, gegenüber der Kreiszeitung. „Aber dass sich das so lange hinzieht, hat niemand erwartet.“ Ähnlich sieht es Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel: „Das war irgendwann nur noch schwer vermittelbar, dass das so lange gedauert hat und dass wir da auch keine Antworten liefern konnten“, so der Verwaltungschef.

Der Zahlungseingang dürfte das baldige Ende eines Provisoriums mit sich bringen, denn aktuell haben die Visselhöveder Rettungskräfte ihren Stützpunkt auf dem Gewerbecampus Lehnsheide, in Gebäuden, die früher von der Bundeswehr für einen ähnlichen Zweck genutzt worden waren – allerdings gut zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. „Wir sind froh, dass wir dort die Übergangslösung gefunden hatten, aber es war sehr beengt, und auch der Standort entspricht nicht dem, was das Gutachten fordert. Von daher ist der Fortschritt jetzt ein gutes und wichtiges Signal, dass es bald losgeht. Darauf haben wir lange gewartet“, sagt Eckhoff. „Es war letztlich eine komfortable Situation für uns, so etwas als Übergangslösung zu finden. Es war jetzt nicht so schlecht, außerdem hätten wir auch keinen anderen Standort in petto gehabt“, verdeutlicht Bürgermeister Goebel.

Ziel: Erste Jahreshälfte 2022

Vor dem Landgericht Verden hatten Landkreis und Verursacher einen Vergleich erzielt, dabei wurde dem Landkreis eine, wie Landkreis-Pressesprecherin Christine Huchzermeier auf Anfrage mitteilt, „angemessene Entschädigung“ in Höhe von rund 60 000 Euro zugesprochen. Allerdings: „Die Summe ist nicht kostendeckend“, so Huchzermeier.

Dass endlich wieder Bewegung in die Sache kommt, erwartet auch Tam Ofori-Thomas (SPD), der nicht nur Mitglied im Kreisfeuerwehrausschuss ist, sondern auch demselben Gremium in der Stadt Visselhövede vorsitzt. „Wir hoffen jetzt, dass die Rettungswache so schnell wie möglich wieder an der Nienburger Straße den Betrieb aufnehmen kann“, sagt er. Der Visselhöveder setzt auf April, „denn von dem jetzigen Standort aus ist das ja kein Zustand. Denn von hier ist die 15-Minuten-Vorgabe nicht zu machen.“ Eckhoff wiederum hält einen Wieder-Einzug innerhalb der ersten Jahreshälfte 2022 für machbar.

Damit plant auch der Landkreis, doch vorerst muss noch einiges an der Rettungswache an der Nindorfer Straße passieren, aktuell erarbeitet der Landkreis eine Ausschreibung und hofft dann darauf, eine Sanierungsfirma zu finden. Daher läge ein detaillierter Zeitplan noch nicht vor, so Huchzermeier.

Momentan liegt das Gebäude noch quasi in einer Art Dornröschenschlaf, „das Gebäude wurde aber regelmäßig kontrolliert und minimal beheizt“, so Huchzermeier. „Für uns in Visselhövede ist der Umzug zurück an die Nindorfer Straße sehr wichtig“, betont Ofori-Thomas. „Denn nicht umsonst haben wir uns gerade diesen Standort ausgesucht.“

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