Zu wenig Visselhöveder nutzen Bus nach Walsrode

Probezeit für den „ViWalDi“

Der Kleinbus steht vor dem Visselhöveder Bahnhof
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Der Bus „ViWalDi“ ist aktuell sehr häufig nur spärlich besetzt.

Visselhövede – Nur ein bis zwei Fahrgäste pro Tour nutzen die Busverbindung von Visselhövede nach Walsrode, die den Namen „ViWalDi“ (Visselhövede-Walsrode-direkt) trägt und vier Haltestellen im Stadtgebiet Visselhövede aufweist. „Zu wenig“, sagen die Politiker des Visselhöveder Ausschusses für Finanzen und Wirtschaftsförderung. Denn die Kosten für die Verbindung teilen sich die Städte Walsrode und Visselhövede sowie die Landkreise Rotenburg und Heidekreis.

So sind alle Partner mit gut 16 000 Euro pro Jahr mit im Boot, in diesem Fall im Bus.

Aber trotz der geringen Auslastung will der Ausschuss der Verbindung noch eine Chance geben und hat der Verlängerung der Laufzeit der Linie 588 bis zum 31. Juli 2022 zugestimmt. Das letzte Wort hat aber noch der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss. In den kommenden Monaten soll aber mit allen vier Vertragsparteien erneut beraten und entschieden werden.

Aber es gibt auch Bedingungen: Für den dauerhaften Betrieb ist eine erheblich höhere Nutzungsauslastung nötig. „Darum wollen wir die Linie deutlich besser bewerben“, so Visselhövedes Stadtmarketing-Sachbearbeiterin Raphaela Christof. Dazu habe es mehrere Optimierungsgespräche zwischen der Stadt Walsrode, der Firma Haller Busbetrieb und der Stadt Visselhövede gegeben.

Corona als Ursache?

„Corona hat uns jedoch vor neue Herausforderungen gestellt, sodass sich viele Ideen aktuell nicht umsetzen lassen.“ Sie glaubt auch, dass die Auslastung nach der Pandemie wieder steigen werde, auch, weil Visselhövede dem kassenärztlichen Notdienst im Bereich Walsrode zugeordnet ist, wo zahlreiche Facharztpraxen vorhanden sind. „Zurzeit nutzen halt weniger Menschen den öffentlichen Nahverkehr“, so Christof. Eine Aussage, die Bürgerbusvereins-Chef Eckhard Langanke bestätigt: „Wir haben rund 50 Prozent weniger Fahrgäste wegen Corona.“

Der Versuch, die Fahrzeiten so zu verändern, dass die Schüler aus Kettenburg, die das Gymnasium in Walsrode besuchen, die Möglichkeit haben, die Schule mit dem „ViWalDi“ zu erreichen, habe sich als schwierig erwiesen. „Zudem entstehen sehr schnell erhebliche Kosten“, betonte Christof.

Aber die Visselhöveder Stadtverwaltung hat bereits einen Plan B in der Tasche, falls die Auslastung im kommenden Jahr nicht den gewünschten Erfolg zeigt. „Wir sollten dann beraten, die Linie ab August 2022 auf den Visselhöveder Bürgerbus umzulegen oder ein Anruf-Sammeltaxi ins Leben zu rufen. Aber wegen der Ärzte sollte die Verbindung nach Walsrode aufrecht erhalten werden“, appellierte Christof. Mit dem Landkreis Rotenburg sei bereits ein Vorgespräch zur perspektivischen Einbindung der Strecke als Anruf-Sammeltaxi-Angebot ab 2022 geführt worden. „In diesem Sommer wird es aber sicher noch nichts.“

Ausschussmitglied Tam Ofori-Thomas (SPD) will aber nicht frühzeitig die Flinte ins Korn werfen: „Ich glaube, nach Corona wird der Bus wieder stärker in Anspruch genommen.“ Astrid Kirmeß (CDU) ist darauf gespannt: „Denn wirtschaftlich darf man die Situation jetzt besser nicht betrachten“.

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