Günstig und ressourcenschonend

Zu Besuch beim Visselhöveder Repair-Café im Heimathaus

Mona Michelsen und Frank Dreyer (v.r.) hoffen, dass Mak Douglas ihren rund zehn Jahre alten Dyson reparieren kann.
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Mona Michelsen und Frank Dreyer (v.r.) hoffen, dass Mak Douglas ihren rund zehn Jahre alten Dyson reparieren kann.

Weniger wegschmeißen, mehr reparieren - so die Devise des Visselhöveder Repair-Cafés. Wir haben uns umgeschaut.

Visselhövede - „Die Idee ist total klasse. Ich stehe sehr auf Nachhaltigkeit“, betont Mona Michelsen. Sie ist mit ihrem Partner Frank Dreyer aus Jeddingen in das Visselhöveder Heimathaus gekommen, um ihren defekten, aber lieb gewonnenen Dyson-Staubsauger reparieren zu lassen. Im Heimathaus ist einmal im Monat das Repair-Café Visselhövedes. Handwerker, Näherinnen, Schreiner, Tischler und Elektriker nehmen sich defekter Gegenstände an, um sie zu reparieren. Es geht um die Vermeidung von Müll – das Schonen von Ressourcen und auch des Geldbeutels.

Auch für den kaputten Dyson-Staubsauger finden Michelsen und Dreyer einen Fachmann. Es ist IT-Experte Mak Douglas aus Neuenkirchen, der sich den Staubsauger genau ansieht„Ich weiß nicht, ob wir dafür ein Ersatzteil bekommen“, sagt der gebürtige Hongkonger. „Es scheint am Motor zu liegen.“ Eine Lösung hat Douglas zunächst nicht für das Problem. Aber einen Rat: Michelsen solle sich direkt bei der Herstellerfirma erkundigen und dann Bescheid geben. „So habe ich noch Hoffnung“, so Michelsen.

Alles Mögliche kommt beim Repair-Café auf den Tisch, aber hauptsächlich sind es Elektrogeräte wie Mixer, Toaster, Bohrmaschinen oder eben Staubsauger. Eine Puppen-Doktorin ist ebenfalls gelegentlich vor Ort, die bereit ist, kaputte Puppen und Spielzeuge zu reparieren. Auch jetzt ist Linda Rickowski im Heimathaus, aber: „Leider benötigte niemand meine Dienste. Doch ich habe immer selbst genug zum Nähen dabei, so wie hier die Handschuhe, die aufgerippelt sind.“ Sie hat sich den Erhalt von Stoffpuppen und Textilien auf die Fahne geschrieben hat und hofft: „Vielleicht ist vor Weihnachten mehr Bedarf an Puppen.“

Kontakt

Wer Fragen hat oder sich als Reparateur einbringen möchte, kann sich per E-Mail an info@repaircafe.de sowie bei Hermann Hölter unter 01577 / 2482206 melden.

Erhalten statt wegwerfen – ist auch Sinn und Zweck der Aktion der Gruppe „Vissel for Future“, die das Konzept nach Visselhövede gebracht hat. „Das Repair-Café ist kein kostenloser Reparaturdienstleister, sondern gibt Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt Hermann Hölter. Der Ruheständler ist gelernter Elektroingenieur und nimmt sich häufig der Haushalts- und Kleingeräte an, die die Besucher ins Heimathaus bringen. Zuvor müssen die „Kunden“ einen Repair-Zettel ausfüllen und damit erklären, auf Regressansprüche zu verzichten – eine wichtige Sache, gerade bei Elektrogeräten. Die Erfahrung zeigt: „Selbst wenn man Kleingeräte einsendet, werden sie von den Firmen selbst in der Garantiezeit nicht mehr repariert, sondern man erhält einfach ein neues Produkt. Einfach schlimm“, findet Frank Dreyer aus Jeddingen.

Und auch deswegen heißt es: „Jeden zweiten Sonnabend im Monat ist unser Repair-Café geöffnet“, so Mitorganisatorin Iris Parry. Am Samstag, 14. August, hält sie auch wieder Kaffee und Kuchen für die Besucher bereit hält. Das nächste Repair-Café findet dann zwischen 14 und 17 Uhr wieder im Heimathaus statt.

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