Workshop zu Flüchtlingen im Rathaus

Nützliches fürs Ehrenamt

Gerd Hachmöller (l.), Sandra Pragmann und Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel informierten über rechtliche Hintergründe von Flüchtlingen in Deutschland.
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Gerd Hachmöller (l.), Sandra Pragmann und Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel informierten über rechtliche Hintergründe von Flüchtlingen in Deutschland.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Gerd Hachmöller ist überzeugt: „Die Krisensituation zu meistern gelingt nur, wenn Verwaltung, Behörden und Ehrenamtliche gemeinsam an einem Strang ziehen.“

Das sagte der beim Landkreis Rotenburg für die Asylbegleiterausbildung Zuständige am Mittwoch bei einem Workshop zur Arbeit mit Flüchtlingen im Visselhöveder Rathaus. Nicht nur Hachmöller, sondern auch die Ehrenamts--Koordinatorin des Landkreises, Sandra Pragmann, Bürgermeister Ralf Goebel und Gustav Stegmann vom Präventionsrat der Stadt waren zugegen, um vor den zahlreichen Interessierten zu sprechen und für ihre Sache zu werben. Der etwa zweistündige Workshop befasste sich mit den Möglichkeiten des Engagements, den Versicherungsschutz für Ehrenamtliche und sensibilisierte für die Rolle als „Begleiter auf Zeit“.

Zuvor gab es jede Menge Daten und Fakten, um Verständnis für die Situation, die Perspektiven und den rechtlichen Rahmenbedingungen von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Deutschland, aber vor allem im Landkreis Rotenburg zu schaffen. So wurden als wichtigste Herkunftsregionen der Balkan, Syrien und der Irak genannt. Derzeit seien laut Hachmöller in Niedersachsen 17175 Personen ausreisepflichtig. Davon seien 13578 Personen geduldet, zum Beispiel durch Krankheit. „Tatsächlich abgeschoben wurden im vergangenen Jahr 525 Personen“, machte Hachmöller deutlich.

Politisches Asyl beantragen könnten unter anderem aus politischen oder religiösen Gründen verfolgte Menschen sowie staatlich verfolgte. „Allgemeine Notsituationen wie Armut, Bürgerkriege, Naturkatastrophen oder Perspektivlosigkeit sind damit als Gründe für eine Asylgewährung grundsätzlich ausgeschlossen“, betonte Hachmöller beim Workshop.

Des Weiteren wurden die Besucher über Bürokratisches, wie den Ablauf von Asylanträgen, die Aufenthaltserlaubnis, die nötigen Dokumente und die Leistungen aufgeklärt. Aber auch Themen wie die Rolle des Asylbegleiters, Ehrenämter und Übersetzungshilfe wurden angesprochen.

Da an dem Abend vieles nur angeschnitten werden konnte, will die Landkreis-Verwaltung auch zukünftig zu Vorträgen einladen. Wer sich im Präventionsrat engagieren möchte, kann sich beim Vorsitzenden Gustav Stegmann unter der Telefonnummer 04262/3870 melden. Wer in der Notunterkunft in der ehemaligen Kaserne Lehnsheide ehrenamtlich aktiv werden möchte, für den steht Valeska Reiber unter der Telefonnummer 04262/918475114 zur Verfügung.

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