Erste Planungen für Entwicklung an der Friedrich-Ebert-Straße

Wohnen dicht am Stadtkern

So könnte die Anordnung der Häuser auf dem jetzigen Parkplatz mal aussehen.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Während der Sitzung des Visselhöveder Bauausschusses wurde ein großer Schritt einer weiteren Innenstadtentwicklung gemacht, denn der Entwurf des Bebauungsplans „Friedrich-Ebert-Straße“, der bis zu acht Einfamilien und/oder Reihen- und Doppelhäuser vorsieht, wurde vom Gremium wohlwollend zur Kenntnis genommen. Das endgültige Okay soll der Verwaltungsausschuss am 9. Juni geben.

Georg Böttner vom beauftragten Büro „Plan B“ erläuterte die Möglichkeiten einer Erweiterung der Fläche, die aktuell den Besuchern der Schützenhalle als Parkplatz zur Verfügung steht. Und dabei wurde eines besonders deutlich: „Wir müssen Lärmschutz in Richtung Bahnhofstraße bauen, denn die rund 4 000 Autos täglich, die auf der Landesstraße 171 unterwegs sind, bedeuten eine erhebliche Beeinträchtigung für die angehenden Häuslebauer“, so der Planer.

Der stellt sich eine etwa 1,8 Meter hohe Mauer aus Ziegelsteinen vor, denn für einen Erdwall werde zu viel Fläche verbraucht. Brundhilde Arps vom Bauamt präsentierte eine moderne Lärmschutzwand, die aus einer Art Metallregal besteht, dessen verschiedene Sektoren mit Erde gefüllt und anschließend bepflanzt werden. „Bei der Wand haben wir viele Möglichkeiten“, so Böttner. Wird am Ende keine Lärmschutzvariante gebaut, sondern nur ein paar Bäume an der Bahnhofstraße gepflanzt, müssen die Terrassen der Häuser nach Norden ausgerichtet werden. „Das wäre natürlich sehr unglücklich“, so Böttner.

Neben einer möglichen Mauer oder einem anderen Lärmschutz ist auch die eigentliche Größe des Baugebiets der Knackpunkt. Denn üppig werden die Grundstücke nicht. Zwischen 540 und 783 Quadratmeter sind laut ersten Zeichnungen geplant. Bei einer Entwurfsvariante misst das kleinste Grundstück sogar nur 278 Quadratmeter. Die vorhandenen Bäume mitten auf der Fläche werden wohl der Säge zum Opfer fallen, denn um sie herum zu planen, sei kaum möglich, betonte Fachmann Böttner.

„Bisher sind das allerdings nur Ideen, wir sind gestalterisch noch frei“, sagte er und betonte, dass auch die Lage der Erschließungswege noch nicht festgelegt sei. „Sicher ist nur, dass die neuen Eigentümer der beiden Grundstücke im Osten ein wenig weiter laufen müssen, um ihre Mülleimer an die Straße zu stellen. Denn die Müllabfuhr darf nicht mehr rückwärts fahren und für einen Wendehammer haben wir keinen Platz.“

Um etwas mehr Fläche herauszuholen, brachte Bürgermeister Ralf Goebel die Möglichkeit ins Spiel, den bislang vorgesehenen nördlich Grünstreifen um drei oder vier Meter zu verringern. „Auch darüber werden wir Anfang kommender Woche in den Fraktionen diskutieren“, betonten jeweils Dieter Carstens (CDU) und Torsten Burmester (SPD). Letztlich wird der Verwaltungsausschuss entscheiden.

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