Hohe-Heide-Gruppe entscheidet

Neues Beleuchtungskonzept für die Wittorfer Kapelle

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1605 erbaut und bestens erhalten: Die Wittorfer Kapelle soll jetzt durch ein neues Beleuchtungskonzept ins rechte Licht gerückt werden.

Wittorf - Von Jens Wieters. Die Wittorfer Kapelle, 1605 errichtet, ist ein echtes Schmuckstück, das es verdient, ins rechte Licht gerückt zu werden. Und das soll jetzt mithilfe des EU-Förderprogramms Hohe Heide geschehen.

Geplant sind zwei Bodenleuchten rechts und links der Eingangstür und ein weiterer Strahler, der von rechts in Richtung Dach gerichtet ist. Alle drei Lampen sollen die Kapelle abends in ein warmweißes Licht tauchen. Und damit dann auch wirklich alles richtig schick erscheint, ist teilweise auch ein neuer Anstrich geplant. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Hohen Heide wird am Dienstag, 5. Dezember, ab 18 Uhr während der Sitzung im Betrieb Fairox in Neuenkirchen über das Beleuchtungskonzept diskutieren. Anja Bargfrede vom Wittorfer Kapellenvorstand wird den für die Maßnahme erforderlichen Projektsteckbrief erläutern.

Keine energieeffiziente Beleuchtung

Demnach ist die Wittorfer eine von den best erhaltenen Kapellen, die vor dem 30-jährigen Krieg errichtet worden waren. „Sie steht mitten im Ort und in ihr findet das gesamte kirchliche Leben statt. Es gibt Gottesdienste im 14-tägigen Rhythmus und auch Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und Beerdigungen“, heißt es in dem Antrag.

Zwar habe die Kapelle, die vor einigen Jahren bundesweit wegen ihrer Komplettverhüllung zur Schädlingsbekämpfung Thema in den Medien war, schon seit einigen Jahren eine Außenbeleuchtung durch einen 500-Watt-Strahler. Der sei aber nicht energieeffizient und beleuchte den angrenzenden Friedhof zu stark mit.

„Durch die Neugestaltung des Friedhofs mit dem neu angelegten Parkplatz ist die Sichtachse von der Bundesstraße zur Kapelle frei und bietet den Autofahrern einen ungehinderten Blick auf das altehrwürdige Bauwerk“, heißt es in der Begründung weiter.

Mitarbeiter des Amts für Kunst und Denkmalpflege hätten die Kapelle probeweise mit Licht angestrahlt, um ein neues Beleuchtungskonzept zu skizzieren. Das hat drei energiesparende Scheinwerfer zum Inhalt, die die Kapelle punktueller beleuchten. Allerdings sei dabei auch deutlich geworden, dass der abgeblätterte Holzanstrich das Licht nicht wirkungsvoll reflektiere.

„Die Kapelle ist das Aushängeschild“

„Die Kapelle ist das Aushängeschild der Ortschaft Wittorf und eines des Stadtgebiets Visselhövede. Es ist etwas Besonderes, sie in den Abendstunden zu beleuchten und für alle an einer Hauptverkehrsstraße sichtbar und auch neugierig auf sie zu machen, dort mal reinzuschauen“, wird in dem Projektsteckbrief um Zustimmung gebeten.

Um dieses Ziel zu verwirklichen, sehen die geplanten Maßnahmen wie folgt aus: Beleuchtung durch zwei Bodeneinbauleuchten links und rechts am vorderen Giebel. Ein Strahler steht rechts neben der Kapelle und ist auf den Dachreiter gerichtet; Außenanstrich für Dachholz, Fachwerk und Giebelverkleidung; Anstrich für acht Sprossenfenster mit Rundbogen und fünf rechteckige Sprossenfenster mit Bleiverglasung. Auch die Eingangstür und die Nebentür an der Nordseite sollen frische Farbe bekommen.

Die Planungen sind soweit beendet, sodass mit dem Projekt jederzeit begonnen werden kann. Laut Steckbrief sollen die Arbeiten im Frühjahr 2018 vorgenommen werden.

In der Kosten-Nutzen-Darstellung, die für derartige Vorhaben nötig ist, ist bereits ein positives Fazit zu lesen: „Die historisch wertvolle und denkmalgeschützte Kapelle Wittorf wird stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung und der Gäste der Region gerückt, im Bestand gesichert und das historische Ortsbild dadurch erhalten. Gleichzeitig wird durch den Einsatz moderner LED-Lampen in erheblichem Maße Energie gespart.“

Die Fachleute haben Gesamtkosten von rund 22.100 Euro ermittelt. Das Kirchenamt Verden würde 90 Prozent nur für den Anstrich, also rund 9.810 Euro, bezuschussen. Somit blieben 12. 290 Euro förderfähige Kosten für die Hohe Heide. Die wiederum einen Zuschuss von 55 Prozent, also gut 6. 700 Euro, in Aussicht stellt. Der Eigenanteil der Kapellengemeinde beträgt dann noch 5.530 Euro.

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