Wittorfer Grundschüler erarbeiten eigenes Stück / Metronom-Schauspieler geben Hilfestellung

Theaterprojekt stellt klar:„Böse sein ist doof“

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Szene aus dem Stück „Klassenfahrt... gestrandet“.

Wittorf - Für die vierten Klassen der Wittorfer Grundschule war es ein gelungener Abschluss, für die dritten Klassen eine super Erfahrung und für die Zuschauer einfach nur ein grandioses Theaterstück. Das Theaterprojekt „Klassenfahrt... gestrandet“, das Karin Schroeder und Andreas Goehrt vom Hütthofer Theater Metronom mit den Acht- bis Zehnjährigen in nur einer Woche einstudierte, fand nur lobende Worte.

„Für mich war es so spannend, weil ich nicht wusste, was mich erwartet“, zeigte sich auch Rektorin Sabine Darboven begeistert. Und auch zu Hause hatten die 18 Schüler nichts von der Handlung und ihren Rollen verraten. Mit schlichten Mitteln, einer Leiter, die zum Schiff umfunktioniert wurde, und etwas Fallschirmseide, wurde das Bühnenbild gezaubert.

In dem Stück leben böse Geister auf der Insel „Bad Soul“ bis eines Tages eine Schulklasse angeschwemmt wird. Der große böse Geist in der Höhle, der sehr eindrucksvoll mit Licht- und Schattenspiel dargestellt wurde, entpuppt sich als ein Einheimischer, der nicht größer ist als die Kinder selbst. Da wird nicht nur den Geistern klar: Böse sein ist doof!

„Das kam automatisch von den Kindern – ich will nicht mehr böse sein“, berichtete Schauspielerin Karin Schroeder schmunzelnd, die mit den Klassen ein intensives Theatertraining vorab absolvierte. Ausdruck, Körperspannung und Mimik saßen. Daher waren auch die jungen Darsteller auf der Bühne im Dorfgemeinschaftshaus in Wittorf äußerst präsent. Und so mancher Schauspieler überraschte Eltern und Lehrer: „Das habe ich ihm gar nicht zugetraut!“

„Außerdem mussten sich die Kinder mit dem Thema Angst auseinandersetzen, die nur so groß ist, wie der Meister es will. Also hieß es, die Angst bekämpfen und sehen, dass es gar nicht so schlimm ist. Die Kinder sind schlicht über sich hinausgewachsen“, freute sich die Rektorin.

Die Metronomschauspieler gaben die Grundidee vor. Die Figuren und Handlungen erarbeiteten die Kinder und brachten so ihre Fantasie ein. Ermöglicht wurde das Theaterprojekt durch die Spenden der Landfrauen, der Unterstützung der Sparkasse und einem Löwenanteil des Fördervereins.

aki

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