Wittorfer fordern Lückenschluss bis nach Kirchwalsede / 80 Prozent Förderung

Ortsrat will„ganzen“Radweg

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Wenn es nach dem Willen des Wittorfer Ortsrats geht, wird entlang der Kreisstraße Richtung Kirchwalsede ein Radweg gebaut.

Wittorf - Der Wittorfer Ortsrat will kein „Flickwerk“, sondern einen vernünftigen Radweg von Kirchwalsede über Lüdingen bis nach Wittorf. Eine entsprechende Forderung reichten die Kommunalpolitiker jetzt im Rathaus ein, damit das Thema noch einmal während der Ratssitzung am kommenden Donnerstag (19 Uhr, Ratssaal) auf den Tisch kommt.

Hintergrund sind die Diskussionen aus dem Sommer, als bekannt wurde, dass das Land nicht mehr in dem Rahmen neue Radwege fördert, wie ehemals vorgesehen. Rund 36000 Euro Mehrkosten wurden daraufhin für das Asphaltband von Kirchwalsede bis zur Bundesstraße 440 in Wittorf kalkuliert. Das war den meisten Stadtratsmitgliedern aber zu viel Geld und sie sprachen sich nur für einen möglichen Radwegbau bis Lüdingen aus.

„Der Ortsrat Wittorf hält die Abgabe der Finanzierungszusage für beide Bauabschnitte auch mit den erhöhten Kosten für sinnvoll und erforderlich“, heißt es in dem Schreiben, das auch alle Ratsmitglieder bekommen haben.

Und die Wittorfer liefern die Begründung gleich mit: „Die Maßnahme ist wichtig als Beitrag zur Verbesserung der Struktur des gesamten Stadtgebiets und des Walseder- und Bullenseeraums.“ Das Projekt werde seit rund 30 Jahren von den Ortschaften Kirchwalsede und Wittorf verfolgt, sei endlich in der Prioritätenliste aufgerückt und sollte darum auch in Gänze realisiert werden.

Auch das Geld könne nicht das ganz große Problem sein, denn das Land und auch der Landkreis hielten den Lückenschluss im Radwegnetz für so wichtig, dass sie ihn mit 80 Prozent fördern würden. „Das ist die maximal denkbare Förderquote. Von den gut 900000 Kosten für den kompletten Radweg tragen Land und Landkreis 724000 Euro, auf die Stadt kommen dann nur noch 181000 Euro zu“, haben die Wittorfer in ihrer Mitteilung errechnet. Sie stellen auch die Frage, ob die Stadt auf die 724000 Euro Förderung zur Verbesserung der eigenen Infrastruktur verzichten könne. „Auch vor dem Hintergrund des Beschlusses zum Schuldenabbau darf es diesen Verzicht nicht geben“, so der Ortsrat. Eine Splittung der Finanzierungszusage sei nicht zielführend und mache aus dem beabsichtigten Lückenschluss „ein Flickwerk“ über Feldwege.

Die Wittorfer bringen aber noch einen anderen Aspekt ins Spiel, denn die „Verkehrssicherheit und die Vermeidung von Unfällen müssen Priorität haben“. Das Land und auch die Verkehrswacht hätten angesichts des wachsenden Fahrradverkehrs und steigender Unfallzahlen die Kommunen zur Verbesserung des Radwegenetzes aufgefordert.

Letztlich sei ein kompletter Radweg auch für den Tourismus von Vorteil: „Der Visselhöveder Raum bekommt eine weitere Anbindung an den Bahndamm nach Bothel, zum Bullensee, zur Walseder und Kirchlintelner Geestlandschaft sowie bis nach Ottersberg.“

jw

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