Wittorfer Appell offenbar wirkungslos / SPD strikt dagegen

Wohl keine Mehrheit für den kompletten Radweg

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Endet hier der Radweg von Kirchwalsede oder geht er doch bis nach Wittorf?

Visselhövede/Wittorf - Es könnte ganz eng werden für den Ortsrat Wittorf, seine Radweg-Forderung von Kirchwalsede nach Wittorf während der Sitzung des Visselhöveder Stadtrats am Donnerstag durchzudrücken. Die SPD ist dagegen, die WiV hat sich noch nicht entschieden, die CDU ist offenbar geteilter Meinung und bei den Grünen war gestern niemand zu erreichen.

Bekanntlich hatte der Ortsrat in einem zweiseitigen Brief an die Mitglieder des Stadtrats noch einmal alle Vorteile aufgezeigt, die ein durchgängiger Radweg von Kirchwalsede über Lüdingen bis nach Wittorf für den Visselhöveder Raum mit sich bringe. „Zumal die rund 900000 Euro teure Maßnahme mit bis zu 80 Prozent gefördert werden könnte, so dass für die Stadt nur gut 181000 Euro übrig bleiben“, listete der Ortsrat in dem Brief auf, der von allen sieben Mitgliedern unterschrieben worden war. Drei aus dem Gremium (Willi Bargfrede, Rolf Guder und Heiner Gerken) sitzen auch im Stadtrat. Dennoch ist eine Mehrheit nicht sicher, denn von der SPD gibt es Gegenwind.

„Trotz der zweifelsohne großen Förderung, haben wir noch ein gehörigen Batzen selbst zu tragen. Geld, das wir nicht haben“, so SPD-Fraktionschef Lothar Cordts. Seine Fraktion habe schon im Ausschuss nur für den Ausbau von Kirchwalsede nach Lüdingen gestimmt. „Ein Umdenken ist auch nicht erforderlich, weil die Komplett-Maßnahme nicht notwendig ist.“

Cordts, selbst begeisterter Langstreckenradler, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass heutzutage der Trend dahin gehe, Radwege nicht an Kreisstraßen zu bauen, sondern eher abseits. „In dem Bereich haben wir eine gute und von Autos wenig befahrene Verbindung von Lüdingen über Hainhorst nach Wittorf.“

Bei der CDU sind sich die Stadtratsmitglieder offenbar nicht so ganz einig. Fraktionschef Dieter Carstens erläutert, dass es keinen Fraktionszwang gebe, aber dass sich ein Großteil seiner Leute bereits im Ausschuss nur für das Teilstück bis Lüdingen ausgesprochen hätten. „Angesichts unseres Beschlusses Schuldenabbau sind überflüssige Investitionen nicht notwendig“, so Carstens, „auch wenn bei dieser Maßnahme die süße Versuchung von Fördergeldern greifen könnte.“

Bei der WiV gibt es noch keine Richtung für oder gegen den Radweg. „Wir haben uns noch nicht abschließend beraten und festgelegt“, so Gruppensprecher Eckhard Langanke.

Von den Stadtrats-Grünen war gestern niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Aber im Vorfeld hatten die bereits für einen Radweg auf ganzer Länge plädiert.

jw

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