Mitarbeiterbindung im Blick

Unternehmer-Netzwerk stärkt den Standort

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Produktionsleiterin Imke Cordes (v.l.) führte unter anderem Ralf Goebel, Jens Gilberg, Nicole Fedderken-Pries, Eckhard Langanke und Lorena Janßen durch die Backstube.

Wittorf - Von Angela Kirchfeld. Einmal einen Blick hinter die Kulissen eines anderen Betriebs werfen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Probleme in einigen Bereichen offenlegen, um Lösungen zu finden und das Netzwerk zu verbessern, um so den Standort Visselhövede zu stärken – das ist das Ziel des sogenannten Gewerbe-Schaufensters des Gewerbevereins Visselhövede in Kooperation mit der Stadtverwaltung.

Das zweite Schaufenster dieser Art wurde in die Bäckerei Tamke nach Wittorf verlegt, wo sich jetzt rund 20 Mitglieder des Gewerbevereins zusammenfanden. Bäckermeister Heiner Tamke hieß die Besucher willkommen und plauderte aus der Geschichte des Unternehmens. Neben der Chronik, die in das Jahr 1946 zurückreicht, informierte Tamke unter anderem über den Rohstoffverbrauch. So erfuhren die Zuhörer, dass die Wittorfer Bäckerei 7500 Brötchen pro Tag backt, 4 250 spezielle Sorten und 40 Blech Butterkuchen. Auch der Rohstoffverbrauch pro Woche ließ die Besucher staunen. Acht Tonnen Mehl, 40 Liter Sahne und 420 Kilo Butter werden unter anderem benötigt. Besonders überraschte die Besucher die hohe Retourenmenge. „Hier müssen wir einfach die Erwartungen der Kunden erfüllen. Wer dreimal sein Brot nicht erhalten hat, geht woanders hin“, verdeutlichte Tamke.

Zusätzlich führten der Bäckermeister und Produktionsleiterin Imke Cordes die Gäste durch die Produktionsstätte. Bei der anschließenden Bewirtung konnten sich die Teilnehmer von der Qualität der Ware überzeugen. Die Gesprächsrunde wurde von Bürgermeister Ralf Goebel moderiert. Dabei ging es um die Entwicklung der Bäckereien und der Verkaufsstellen im Wettbewerb mit den Discountern.

Heiner Tamke und Tochter Tina Tamke-Hesse betonten, dass sie auf Regionalbezug und Transparenz bei der Produktion und Herstellung setzen. So würden viele Snacks in den Verkaufsstellen frisch zubereitet, und dabei sei auch eine wachsende Nachfrage zu verzeichnen. Anregungen für weitere regionale Bezugsquellen kamen vom Vorsitzenden des Gewerbevereins Ulf Timmann.

Anforderungen werden immer größer

Die Anforderungen an die 140 Tamke-Mitarbeiter werden mit Blick auf die Kundenberatung immer größer. Das Miteinander, die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und die Perspektiven der weiteren Entwicklung sind bei allen Gewerbetreibenden zentrale Punkte, wurde während des Gedankenaustauschs anschließend herausgestellt.

„Der Austausch über die individuellen Lösungen innerhalb der einzelnen Firmen kann zu positiven Effekten für den Gewerbestandort Visselhövede führen“, waren sich die Firmenchefs einig. So wurde beispielsweise der Einstieg von Tina Tamke-Hesse in die Unternehmensleitung bei der Belegschaft als positives Signal für die weiteren Arbeitsperspektiven gesehen. Die Regelung von Nachfolgen und mögliche Übergabelösungen können für weitere Gesprächsrunden der Gewerbetreibenden ebenso ein Austauschschwerpunkt sein, wie der Blick hinter die Kulissen.

Der Abend endete mit einem herzlichen Dank an die Veranstalter und einem kleinen Werbeblock für die After-Work-Glühweinecke des Lions-Clubs am Combi-Markt. Denn dort kann man sich treffen und mit seinen Mitarbeitern in gemütlicher Runde den Tag ausklingen lassen.

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