Langanke befürchtet zu viel Verkehr an der Grundschule / „Kosten nicht ermittelt“

WiV will Kita-Neubau auf dem alten Zirkusplatz

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Nach den Vorstellungen der WiV sollte ein neuer Kindergarten auf dem Festplatz am Majorsbruch gebaut werden.

Visselhövede - Auch wenn ein Großteil der Visselhöveder Eltern und auch viele Politiker einen Anbau einer Kindertagesstätte an der Kastaniengrundschule favorisieren, um den dringend benötigten Platz zu schaffen, kommt für die WiV-Fraktion im Stadtrat nur ein Neubau auf dem Festplatz am Majorsbruch infrage.

WiV-Vorsitzender Eckhard Langanke will sich bis zur entscheidenden Sitzung des Stadtrats (Donnerstag, 14. Dezember, 18 Uhr, Rathaus) auch nicht davon abbringen lassen, dass das „Gelände genau der richtige Platz für einen Neubau ist“. Dort bestünde die Möglichkeit, neben Kindergartengruppen auch eine Krippe anzusiedeln. Zu diesem Ergebnis habe sich seine Fraktion durchgerungen, nachdem sechs Varianten diskutiert worden waren. 

Der Idee „Kindertagesstätte an der Kastanienschule“ kann Langanke nichts abgewinnen. „Eine Verdichtung von Bildungseinrichtungen im Bereich der Kastanienschule und der Lönsstraße hat nach unserer Auffassung ein erheblich höheres Verkehrsaufkommen mit allen Risiken zur Folge“, warnt Langanke. 

Denn er glaubt nicht daran, dass es morgens nicht ohne Folgen bleibe, wenn gleichzeitig „Grundschüler und Kindergartenkinder mit Bussen oder Privatwagen zu den Einrichtungen gebracht oder von dort abgeholt werden“. Damit würden Probleme geschaffen, die „wir bisher nicht hatten und denen wir mit vorausschauender Planung aus dem Weg gehen können.“

Zuwachs von bis zu 100 Kindern

Bei fünf Kindergarten- und Krippengruppen sei von einem Zuwachs von bis zu 100 Kindern am Standort auszugehen, fügt der pensionierte Polizeibeamte hinzu, der aufgrund seiner beruflichen Erfahrung verkehrstechnischen Konsequenzen aus einer solchen Situation sachkundig einschätzen könne.

Die WiV-Fraktion bemängelt in einer Verlautbarung auch die lückenhafte Kostenschätzung hinsichtlich der Grundschulvariante. So gehe es immer nur um Neubau- oder Umbaukosten der Gebäude, aber nicht um Freiflächen wie Spielplätze oder Pausenhöfe, die noch angelegt werden müssten. „Und auch die erforderlichen Straßenbaumaßnahmen zur Lenkung des Busverkehrs sind bisher in der Finanzplanung nicht berücksichtigt worden, kritisiert Langanke. „Für uns entsteht daraus der Verdacht, dass eine Entscheidung beeinflusst werden soll.“

„Wir sind dagegen der Auffassung, dass nicht allein finanzielle Aspekte, sondern vornehmlich die Meinung der Betroffenen berücksichtigt werden sollte. Es geht hier schließlich um Bildungsqualität, um Chancen für unsere Kinder, also um die Zukunft.“ - jw

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