Delventhaler Anwohner fordern Sanierung des ausgefahrenen Schleichwegs

„Wie auf einer Autobahn“

Petra Bade hinter dem völlig ausgefahrenen Seitenraum der Straße nach Delventhal. Fotos: Wieters

Delventhal - Von Jens Wieters. „Klar, die Baustelle auf der Landesstraße 171 ist bald Geschichte. Aber was passiert mit unserem mittlerweile richtig kaputten Straßenseitenraum? Wie lange müssen wir warten, bis er wieder instand gesetzt wird?“

Petra Bade aus Delventhal verlangt Antworten. „Und das möglichst schnell“, denn seit dem die Landesstraße zwischen Visselhövede und Schwitschen wegen der Bauarbeiten gesperrt ist, geht es „bei uns zu wie auf einer Autobahn“, so Bade. Denn sonst sagen sich auf dem rund drei Meter breiten und asphaltierten Gemeindeverbindungsweg Hase und Igel Gute Nacht, jetzt sind zwölf Autos und Kleintransporter in nur fünf Minuten keine Seltenheit. „Und das ist noch wenig“, so Bade, die glaubt, dass die offizielle Umleitungsstrecke über Rosebruch und Moordorf nicht so stark frequentiert wird wie die Straße In der Diersheide, wie der Weg seit einigen Monaten heißt, als willkommener Schleichweg.

Sie könne zwar verstehen, dass Pendler sich den kürzesten Weg suchen würden, aber es müsse auch klar sein, dass der mittlerweile tief ausgefahrene Seitenraum wieder hergestellt werde, damit sich später die Autos auch begegnen könnten. „Denn das ist im Augenblick mehr als schwierig, weil der Absatz von der Asphaltdecke zum Boden teilweise mehr als zehn Zentimeter beträgt“, so Bade, deren Bekannte, ebenfalls aus der rund 40-Seelen-Gemarkung Delventhal, „sich bereits einen Reifen kaputt gefahren hat“.

Letztlich gehe es darum, dass nur die Anlieger der Landesstraße von einer schicken, neuen Fahrbahn und von kombinierten Rad- und Radwegen profitieren, und die Delventhaler mit den Folgen leben müssten. „Wir zahlen schließlich auch Steuern“, so Bade.

Die hat im Übrigen auch festgestellt, dass sich kaum jemand an die Temporeduzierung auf 30 km/h halte, und auch das Einfahrtsverbot für Lkw und Busse werde mehrfach am Tag ignoriert.

Das weiß auch Schwitschens Ortsbürgermeisterin Dagmar Kühnast (SPD): „Es ist vor allem schade, dass die Autofahrer so rücksichtslos unterwegs sind. Würden alle ihr Tempo ein bisschen drosseln und bei Gegenverkehr vielleicht sogar stoppen, wäre der Seitenstreifen auch nicht so ausgefahren.“

Aber das könne man jetzt nicht mehr ändern und im Ortsrat sei beschlossen worden, die betroffenen Wege auszubessern. „Dann steht die Straße In der Diersheide natürlich ganz oben an“, verspricht Kühnast – wohlwissen, dass die Maßnahme einen großen Teil der zur Verfügung stehenden Ortsratsmittel verschlingen wird. „Hinzu kommt noch der Heelsener Kirchweg und der Verbindungsweg zur Visselhöveder Auf der Loge. Denn auch die wurden als Schleichwege genutzt und haben massiv gelitten. Die werden wir mangels finanzieller Masse wohl aber nur ausbessern können“, so Kühnast.

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