Weiterhin Badeverbot in den Visselseen / Ingenieurbüro sucht nach Lösungen

Stadt versus Blaualgen

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Schwimmen ist in den Visselseen wegen der Blaualgen zurzeit verboten. Die Badestellen sind verwaist.

Visselhövede - Von Matthias Röhrs. Seit dem vergangenem Jahr sind die Visselseen mit einem Badeverbot belegt. Sie sind von Blaualgen befallen, die beispielsweise Hautreizungen oder Übelkeit hervorrufen können. Die Stadtverwaltung sucht nach einer Lösung.

Dafür hat sie das Bremer Ingenieurbüro Polyplan beauftragt zu untersuchen, was die genauen Gründe für den Blaualgenbefall sind. Außerdem soll es eine Empfehlung aussprechen, wie dieser eingedämmt werden kann. Bald sollen der Stadt die Ergebnisse vorgestellt werden. „Wir haben gehofft, dass wir schon Ende Mai – zu Beginn der neuen Badesaison – mehr wissen“, sagt der Visselhöveder Bürgermeister Ralf Goebel gegenüber der Kreiszeitung. Doch es bleibe beim Termin Mitte Juni.

Zunächst gelte es, die Ursache für den Befall zu finden. Dafür gebe es eine Reihe von Verdächtigen: Der Erste war der Zulauf zum See, der die für den Befall verantwortlichen Bakterien in den See transportiert haben könnte. „Wir haben aber festgestellt, dass durch den gar nicht so viel Wasser in den See läuft, um einen derartigen Befall zu verursachen“, sagt Goebel. Viel wahrscheinlicher sei es, dass die Bakterien durch das Grundwasser in die Seen gelangen.

Eigentlich habe man bei der Stadt gehofft, dass die Blaualgen über den Winter aufgrund der Kälte zurückgehen. „Allerdings hatten wir einen ganz schwachen Winter, sodass sich die Blaualgen nicht so schnell dezimierten“, so Goebel. Nun müsse man den Algen selber zu Leibe rücken. Möglich wäre, Sauerstoff in den See zu pumpen, da es schädlich für die Blaualgen ist, sagt der Verwaltungs-Chef. Die Ansiedelung bestimmter Pflanzen am Seeufer oder das Schaffen eines Durchflusses seien ebenfalls vorstellbar. Entschieden ist aber noch nichts. Nur eine Methode möchte Goebel auf keinen Fall anwenden: „Wir werden da keine Chemiekeule reinwerfen.“

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