Bauausschuss befasst sich mit Stellungnahmen öffentlicher Träger

Weiterer Schritt Richtung Jeddinger Feuerwehrhaus

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Bauhofleiter Olaf Strote (rechts in Arbeitskleidung) zeigte den Bauausschussmitgliedern den Neubau.

Visselhövede - Von Joris Ujen. Bevor die eigentliche Sitzung des Visselhöveder Bauausschusses begann, unternahm das Gremium einen Rundgang über den neu gestalteten Bauhof. Unter anderem besichtigten die Kommunalpolitiker auch das neue Bauhofgebäude für die Mitarbeiter, in dem sie direkt im Anschluss auch ihre Tagesordnungspunkte besprachen. Dabei nahm die Änderung des Flächennutzungsplans bezüglich des Neubaus eines Feuerwehrhauses an der Kreisstraße 235 in Jeddingen die meiste Zeit in Anspruch.

Das lag aber vor allem an den Stellungnahmen, die Manfred Köhnken und Brunhilde Arps von der Bauverwaltung vortrugen. So regte der Landkreis beispielsweise an, den „ortsbildprägenden“ Baumbestand zu erhalten. Die Lage der drei geplanten Zufahrten zum Feuerwehrhaus solle so gewählt werden, dass keine Gehölze beseitigt werden müssen. Der Einwand werde zur Kenntnis genommen, las Arps vor. Der Baumbestand sei zwischenzeitlich von der Straßenmeisterei des Landkreises beseitigt worden. „Das ist ein bisschen kurios, weil da kein einziger Baum mehr steht“, so Köhnken.

Der Landkreis stimmte in seinem Schreiben an die Stadt Visselhövede nicht zu, eine Niederschlagsversickerung innerhalb des Plangebietes aufgrund der Untergrundverhältnisse zu genehmigen. Ein Bodengutachten habe allerdings gezeigt, dass eine Versickerung nach der baubedingten Aufhöhung des Geländes möglich wäre, so die Bauverwaltung.

Der Netzbetreiber EWE betonte in seiner Stellungnahme, dass bei anfallenden Betriebsarbeiten für das Unternehmen durch den Neubau, der Vorhabenträger die Kosten tragen muss. Eine Formalie, die der Ausschuss einstimmig abnickte. Am Donnerstag thematisiert der Stadtrat die Planänderung, bis der Landkreis schließlich als letzte Instanz die Genehmigung gegebenenfalls erteilt und rechtskräftig macht.

Ein weiteres Thema des Ausschusses war eine Ausweisung von Bauland in Lüdingen. Der Antragsteller möchte seinen Enkelkindern die Möglichkeit geben, auf einer Fläche von 800 Quadratmetern in ihrem Heimatort ein Haus zu bauen. „Da wir aber keine Einzelplanung machen können, haben wir den Bereich in der Planung erweitert“, erklärte Arps. Daraufhin hat die Bauverwaltung den Landkreis beauftragt, ob das Vorhaben genehmigungsfähig sei. Der wiederum zählte mehrere Hinderungsgründe auf – unter anderem eine unzureichende Infrastruktur sowie ein südlich angrenzender Wald. „Eines ist klar, der Ort wird irgendwann aussterben“, sagte Lüdingens Ortsvorsteher Heinz Meyer, der an der Sitzung teilnahm.

Pamela Helmke (CDU) sei immer dafür, wenn in den Ortschaften Flächen gefunden werden, die zur Entwicklung eines Dorfes beitragen und junge Menschen anziehen. Mit ihrer Gegenstimme war sie auch die Einzige in der Runde, die die Empfehlung des Landkreises, die Flächennutzung abzulehnen, nicht folgen wollte. Somit legte der Bauausschuss den Antrag ad acta.

Wie zuvor die Ausschussmitglieder können am Sonnabend auch die Bürger in der Zeit von 14 bis 17 Uhr den Neubau des Bauhofs an der Johann-Philipp-Reis-Straße begutachten.

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