Weichenstellung für die kommende Periode / 2842 Menschen über 60 Jahre in der Stadt

Seniorenbeirat hat viel vor

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Der fast komplette Seniorenbeirat mit Bürgerbüro-Chef Mathias Haase (l.).

Visselhövede - Gemäß den Richtlinien des Visselhöveder Seniorenbeirats endet die offizielle Amtszeit des amtierenden Gremiums um den Vorsitzenden Helmut Sündermann Ende Oktober 2016. „Dies geschieht zeitgleich mit dem Ende der Wahlperiode für den Rat der Stadt“, erläuterte Sündermann. In Vorbereitung darauf lud der Seniorenbeirat zum Gespräch ein. „Wir müssen sehen, wie der Seniorenbeirat künftig gewählt und sich zusammensetzen soll.“

Ein Mitmachen lohnt sich offenbar, denn der Beirat ist an fast allen Ecken der Stadt unterwegs. So hielt der Vorsitzende einen Bericht über die bisherige Tätigkeit und zeigte die Statistik der älter werdenden Bevölkerung in Visselhövede auf. Demnach ist die Altersgruppe der über 60-Jährigen um 1,5 Prozent innerhalb des vergangen Jahres gestiegen und zählt somit 2842 Senioren.

Der Beirat war in den vergangenen Jahren sehr aktiv. „Im Bürgerpark würden einige Bänke nicht stehen“, betonte Sündermann. Auch die rollstuhlgerechten Wege und die Seniorenturngeräte hinter dem Haus der Bildung sind auf Beirat-Initiative installiert worden.

Viel Zeit nahm die Aktion „Generationsfreundliches Einkaufen“ in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein in Anspruch. Daran nahmen viele Geschäfte teil, deren Eingang nun das Emblem ziert. „Die Geschäfte, die noch nicht dabei sind, werden nochmal angeschrieben“, verdeutlicht Sündermann, der das Projekt zum Erfolg führen möchte – ganz im Sinne des Mottos „seniorengerechte Stadt“. Auch die Ausstellung „demographischer Wandel im ländlichen Raum“ 2014 war ein voller Erfolg. Anfang nächsten Jahres sollen 48 Notfallpunkte im Stadtgebiet angebracht werden, so dass im Ernstfall schnell der Standort des Betroffenen an die Leitstelle in Zeven übermittelt werden kann. „241 Kilometer wurde hierfür eben mal abgefahren“, berichtet der Vorstand.

Die Aktion „Jung hilft Alt, Alt hilft Jung“ soll noch in diesem Monat auf den Weg gebracht werden. Laut Annette Schindler vom Jobcenter, sei der Bedarf groß an „Ersatzomas“ und „Ersatzopas“, die zeitweise Kinderbetreuung übernehmen. „Es gibt viele weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit: alte Fahrräder reparieren, Holzschnitzereien, gegen ein Taschengeld Fenster putzen, Hunde ausführen oder Begleitung bei Spazierengehen“, so Sündermann. Wichtig sei eine Vermittlungsstelle, wo Angebot und Nachfrage zusammenlaufen.

Die nächste Vorstandssitzung beginnt am Dienstag, 17. November, um 15 Uhr, im Haus der Bildung. Gäste sind willkommen. „Sehen im Alter“ heißt der Vortrag, der am Donnerstag, 19. November, ab 16 Uhr, im Café NebenAn zu hören sein wird. Sprechstunde des Präventionsrats ist jeden ersten Dienstag im Monat um 15 Uhr im Haus der Bildung. Wer sich einbringen möchte, sollte sich bei Helmut Sündermann unter der Rufnummer 04262/3549 melden.

aki

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