Visselhöveder Beirat besteht zehn Jahre / Infobroschüre / Mitmacher gesucht

Von Senioren für Senioren

Regina Stumm und Helmut Sündermann mit dem Titelblatt der geplanten Festschrift.
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Regina Stumm und Helmut Sündermann mit dem Titelblatt der geplanten Festschrift.

Eine große Feier gibt es zum Zehnjährigen nicht, eine Festschrift aber schon. Damit will der Visselhöveder Seniorenbeirat informieren, was er macht – und auf diesem Weg auch neue Mitglieder gewinnen.

Visselhövede – Genau ein Jahrzehnt wird der Visselhöveder Seniorenbeirat in diesem Jahr alt. „Und eigentlich wollten wir das mit einer großen Party feiern oder zumindest mit einigen Aktionen auf uns aufmerksam machen“, betont der Vorsitzende Helmut Sündermann. Aber wie so vielen anderen Planungen hat die Corona-Pandemie auch der Interessenvertretung für die ältere Generation der Vissel-Stadt einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Sogar die Aktionswoche im Herbst vergangen Jahres musste gecancelt werden.

„Geblieben ist aber unsere Festschrift“, ergänzt Regina Stumm, die sich in den vergangen Wochen und Monaten die Mühe gemacht hat, alles, was rund um den Seniorenbeirat in den vergangenen zehn Jahren veröffentlicht worden ist, zu sichten und es entsprechend aufzubereiten.

„Wir geben in der Info-Broschüre einen Überblick, was der Seniorenrat überhaupt so macht und für wen er geeignet ist“, verrät Stumm schon jetzt. Gespickt wird das Ganze mit unzähligen Zeitungsausschnitten und Informationen über die Aktionen, Projekte und Themenwochen des Beirats. „Wir planen, dass wir noch Anfang dieses Jahres die Festschrift fertigstellen können, um sie in den Geschäften zu verteilen“, so Stumm.

Zurzeit sind die Mitglieder des Vorstands dabei, noch ein paar Sponsoren für den Druck zu gewinnen, damit die Broschüren den älteren Menschen kostenlos an die Hand gegeben werden können.

Mit dem Heft will der Seniorenbeirat vor allem Werbung für sich und seine Ziele machen. „Denn es ist leider so, dass viele Senioren immer klagen, aber sich dann nicht an uns wenden. Dabei sind wir für alle Probleme der älteren Generation die Ansprechpartner. Unbürokratisch, einfach und schnell“, betont Sündermann. Regina Stumm nennt ein Beispiel: „Damals war im Gespräch, dass das Hallenbad für immer geschlossen werden soll. Überall hat sich Widerstand geregt, und auch wir Senioren haben Flagge gezeigt und für den Erhalt des Bades demonstriert. Mit Erfolg!“

Der Seniorenbeirat übernimmt die Aufgabe, sich für die Mitwirkung der älteren Menschen am Leben in der Gemeinschaft einzusetzen, „um auch der Gefahr der Isolierung entgegenzuwirken“, wie Sündermann betont.

Thematisch reicht die Bandbreite der Aufgaben vom Wohnen im Alter, über die Pflege daheim und in Seniorenheimen, die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs bis hin zum verbesserten Schutz älterer Menschen vor Gewalt und Kriminalität.

„Wir nehmen Hinweise auf Missstände und Anregungen für Verbesserungen auf und tragen sie an den entsprechenden Stellen vor. So machen wir die Politik, die Verwaltung und die Öffentlichkeit auf die Probleme der älteren Menschen aufmerksam und arbeiten an deren Lösungen mit“, ergänzt Stumm.

Der Rat setzt sich übrigens aus ehrenamtlich tätigen Visselhövedern zusammen, die in der Regel das 60. Lebensjahr vollendet und ihren Wohnsitz im Kernort oder in der Dörfern drumherum haben. „Damit unsere Anliegen auch sofort bei den Entscheidern ankommen, sind wir beratende Mitglieder in den Ausschüssen des Stadtrats für Soziales, Sport, Kultur, Senioren, Jugend sowie für Bauen und Stadtentwicklung. Auch im Präventionsrat und in der Aktionsgruppe der Hohen Heide sind wir aktiv“, erläutert Sündermann.

Aber wie überall ist auch beim Visselhöveder Seniorenbeirat die Arbeit derzeit nur auf wenige Schultern verteilt. „Darum brauchen wir noch Leute, die mitgestalten wollen“, appelliert Regina Stumm. Sprechstunde ist jeden ersten Montag im Monat von 15 bis 17 Uhr und jeden dritten Donnerstag im Monat von 10 bis 12 Uhr im Zukunfts- und Begegnungshaus an der Emmy-Krüger-Straße. Wegen der Umgestaltung des Hauses ist die nächste Sprechstunde erst im Februar.

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