Elektromobilität erreicht Visselhövede / Erste Zapfzäule bei der VGH-Agentur Hintze

Volltanken an der Steckdose

Hier geht‘s zum Stromtanken (v.l.): Longinus Flenker (Aldi), Wolfgang Stöckmann (Stadtwerke), Christian Hintze (VGH), Bürgermeister Ralf Goebel und Reinhard David (Stadtwerke). - Foto: Wieters

Visselhövede - Bisher haben Fahrer von Elektoautos einen Bogen um Visselhövede gemacht und eher die Nachbargemeinden Walsrode oder Neuenkirchen aufgesucht, um ihre Batterien zu laden. Das ist jetzt nicht mehr nötig, denn seit Mittwoch ist die erste E-Tankstelle der Stadt in Betrieb.

Auf dem Gelände der Versicherungsagentur von Christian Hintze haben die Stadtwerke Rotenburg die kleine elektrische Zapfsäule installiert. Die profitieren davon, dass auch der Konzern Aldi eine Stellfläche seines Parkplatzes zum Auftanken leerer Akkus zur Verfügung stellt. Denn es können parallel zwei E-Mobilisten die Aufladestation nutzen.

„Und das geht ganz einfach“, so Wolfgang Stöckmann von den Stadtwerken. „Wir machen mit den Kunden einen Vertrag, der bekommt im Gegenzug eine Karte, die einfach vor das Lesegerät an der Säule gehalten werden muss. Schon gibt die Anlage die Steckdosen frei und das Auto kann bequem per Kabel geladen werden.“ Am Monatsende werde der Betrag einfach abgebucht.

„Und das ist mit Sicherheit nicht viel Geld“, verrät Christian Hintze, der mit seinem BMW I3 seit fast einem Jahr überwiegend elektrisch unterwegs ist. „Ich rechne so gut drei Euro Stromkosten für etwa 150 Kilometer“, freut sich Hintze, der den Kontakt zu den Stadtwerken hergestellt hat, um die erste E-Tankstelle in Visselhövede zu installieren. „Das haben wir natürlich gerne gemacht, weil es die Zukunft des Automobils sein wird“, so Reinhard David, Chef der Stadtwerke Rotenburg, der bereits in der Kreisstadt zwei derartige Tankstellen betreibt.

Die Stadtwerke arbeiten eng mit dem Energieriesen EWE zusammen, so dass der Elektroautofahrer mit der Stadtwerke-Karte auch an deren Stromsäulen zahlen kann. „Ein kompletter Ladevorgang an der neuen Station dauert rund vier, an der haushaltsüblichen Steckdose etwa acht Stunden“, erläutert Hintze. Der ist mittlerweile gut 10 000 Kilometer mit seinem BMW gefahren und hat damit die Umwelt mit „1,5 Tonnen Kohlendioxid“ weniger belastet. „Vielleicht animiert diese Tankstelle ja den einen oder anderen Visseler Autofahrer auch auf ein E-Auto umzusteigen“, hofft Hintze.

Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel ist „froh, dass es solche Unternehmer in der Stadt gibt, die diese innovativen Ideen aufgreifen und vorausschauend agieren. So haben wir eine weiteren Pluspunkt im Wettbewerb mit anderen vergleichbar großen Kommunen.“

Von Jens Wieters

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