Mofafahrer auf dem Osterfeuerplatz

„Jeddingen 300“: Mit vollem Tempo durch den Staub

Stine Carstens (vorne) gehörte zum einzigen Damenteam.

Jeddingen - Von Angela Kirchfeld. „Eine Strecke, die es in sich hat, aber richtig Spaß macht!“, lautete das Fazit von Jan Bodo Ahrens aus Sassendorf, bei Lüneburg, der sich gute Chancen ausrechnete und tatsächlich auf Platz zwei landete. Er war einer von 13 Startern, die beim Mofarennen „Jeddingen 300“ des Racing-Teams ihre Runden drehten. Am Ende ging das „Mofa Team Ostfriesland“ als Sieger hervor.

Die 300 beim „Jeddingen 300“ steht für die 300 Minuten, also fünf Stunden, die es am Samstag galt, auf dem Mofa zurückzulegen. Dabei musste man so viele Runden wie möglich drehen – durch enge Schikanen und Kurven, auf sandigem Acker, durch ein Waldstück hindurch und über kleine Hügel. Das Siegerteam aus Ostfriesland schaffte 218 Runden. Silber ging an „Sassendorf Racing“ aus der Nähe von Lüneburg, mit 200 Runden. Den dritten Platz holte sich das Jeddinger Team „Black Beauty“. In der Tuning-Klasse landete das „Prime Racingteam“ aus Otterstedt mit 226 Runden auf Platz eins. Platz zwei belegten die „Kabelbinder MC“ mit 225 Runden aus Kiesdorf, vor „Rast Lane“ (215 Runden).

Theoretisch waren bei optimalen Bedingungen 280 Runden möglich. Das Racing-Team hatte beim Qualifying die Bestzeit mit 1,02 Minuten pro Runde gemessen. „Wir mussten jedoch zwischendurch die Piste wässern, weil es einfach zu staubig wurde, daher kam es zu Verzögerungen“, so Mitorganisator Jan Lohmann. Für die genaue Zeitmessung sorgte eine Transponderanlage, die über eine extra programmierte Software lief.

Die neue Piste führte auch durch den Wald.

„Die Piste ist sehr rutschig und sandig, die musste sich noch einfahren. Dann wurde man auch schneller, aber mit der Zeit auch müder“, erkannte Dirko Maier. Der 40-Jährige kam aus Taaken und war das zweite Mal dabei. Die 20-jährige Nele Kregel und die 17-jährige Stine Carstens aus Jeddingen, bildeten unter dem Titel „The Flash“ das einzige Damenteam und gewann mit 187 Runden die Damenklasse. „Es geht hier einfach um den Spaß, dabei zu sein“, versicherte Kregel, die bereits das dritte Mal dabei war.

„Wir haben 13 Starter aus dem gesamten norddeutschen Raum. Leider haben sich einige Teams kurzfristig aufgrund von defekten Maschinen abgemeldet. Sie wurden nach dem letzten Rennen einfach nicht rechtzeitig mit der Reparatur fertig“, bedauert Lohmann, einer von den 47 Mitgliedern und Helfern. Bereits vor Ostern begannt das Team, die 700 Meter lange Piste am Osterfeuerplatz in Jeddingen herzurichten. „Wir haben sie komplett neu angelegt. Aber wir dürfen hier auch in Zukunft bleiben. Daher hat sich der Aufwand gelohnt und vor allem fühlen sich hier keine Anwohner gestört“, so Vorsitzender Uwe Behrens.

Das Racing Team Jeddingen II bereitet sich auf das Rennen vor.

„Zurück zu den Wurzeln“, lautete das Motto des diesjährigen Rennens. Die Fahrer traten in den Kategorien Damen, Original und Tuning gegeneinander an. Bei den Maschinen ist maximal 50 Kubikzentimeter Hubraum zulässig.

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