6,3 Millionen Euro Jahresüberschuss

Volksbank: Solider Wachstumspfad

In verschiedenen Abstimmungen votierten die Vertreter einstimmig für die Annahme des Jahresabschlusses, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie für die Wiederwahl der ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder. - Foto: Wege

Soltau/Visselhövede - Die Volksbank Lüneburger Heide war mit ihren strategischen Schwerpunkten Wachstum, Attraktivität und Stabilität auch im vergangenen Jahr erfolgreich. Die Kundenbeziehungen wurden intensiviert und ausgeweitet; Kunden- und Mitgliederzahlen stiegen leicht an. Das verkünden die Vorstände Gerd-Ulrich Cohrs und Cord Hasselmann im Jahresbericht 2015.

Während der Vertreterversammlung in der „Alten Reithalle“ in Soltau stellte Vorstandsmitglied Gerd-Ulrich Cohrs vor rund 350 Vertretern und Gästen die Geschäftsentwicklung vor. Der Jahresüberschuss beträgt laut Mitteilung 6,3 Millionen Euro. Aus dem Ergebnis erhalten die Mitglieder wie in den Vorjahren eine Dividende von sechs Prozent, insgesamt 1,8 Millionen Euro.

Die Volksbank liegt demnach weiterhin auf Wachstumskurs. Die Einlagen der Mitglieder und Kunden stiegen gegenüber 2014 ebenso wie die Kredite um mehr als fünf Prozent. Dementsprechend erhöhte sich auch die Bilanzsumme auf jetzt 2,76 Milliarden Euro. Das betreute Kundenvolumen wuchs um 5,1 Prozent auf 5,2 Mrd. Euro.

„Dazu beigetragen hat in 2015 die weiterhin lebhafte Nachfrage nach Baufinanzierungen und gewerblichen Krediten. Das Wertpapiergeschäft wurde ausgebaut“, heißt es weiter. Angesichts der im vergangenen Jahr insgesamt positiven Entwicklung an den Aktienmärkten und des anhaltend niedrigen Zinsniveaus würden sich die Anleger verstärkt in Investmentfonds engagieren. „Erhöht nachgefragt wurden regelmäßige Fondssparanlagen sowie Fondslösungen, die die Chancen mehrerer Anlageformen nutzen.“

Vor dem Hintergrund der schwierigen Zinssituation und der weltweiten Krisen sei die Ertragsentwicklung 2015 zufriedenstellend. Der Jahresüberschuss liege knapp unter dem des Vorjahres. Aus dem Jahresergebnis werde das Eigenkapital als Basis künftigen Geschäftswachstums weiter gestärkt. „Die Kernkapitalquote der Volksbank erfüllt schon heute deutlich die zukünftigen Eigenkapitalanforderungen nach Basel III“, so der Vorstand.

Für die Volksbank Lüneburger Heide seien persönliche Nähe und Digitalisierung kein Widerspruch. „Wir haben den technischen Wandel frühzeitig angenommen, passen uns an das geänderte Kundenverhalten an und versuchen, zukünftige Entwicklungen zu antizipieren“, erklärt der Vorstand. „Wir nutzen die Möglichkeiten zur Kommunikation und erfüllen gleichzeitig das Bedürfnis unserer Kunden nach einem hohen Maß an Online-Sicherheit.“ Erfolgreiche Unternehmen hätten längst erkannt, dass ihre Mitarbeiter das wichtigste Kapital seien, betont der Vorstand. Fach- und Führungskräfte gewinne die Volksbank in erster Linie aus dem eigenen Nachwuchs.

2015 habe die Volksbank in ihren 54 Filialen im Durchschnitt 593 Mitarbeiter, dazu 39 Auszubildende beschäftigt. Allein im August 2015 seien 19 junge Menschen aus dem gesamten Geschäftsgebiet in ihre Ausbildung gestartet. Dabei bilde die Volksbank sowohl zum Bankkaufmann als auch zur Immobilien- und Informatikkaufmann aus sowie im dualen Studium. Die Zahl der Mitarbeiter liege in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs.

Die anhaltende Niedrigzinsphase werde sich auch weiterhin auf die Ertragslage der Bank auswirken. „Das politische und wirtschaftliche Umfeld und die Entwicklung auf den Weltmärkten bleiben herausfordernd, der Auftritt neuer Wettbewerber und die europäische Bankenaufsicht erfordern weiterhin aktives Handeln und großen Einsatz aller Mitarbeiter. Die Volksbank Lüneburger Heide ist robust und gut aufgestellt, um hier aus ihrer Stärke heraus zu agieren und auch weiterhin Maßstäbe für die Zukunft zu setzen“, so der Vorstand.

Mit rund 165.000 Kunden, davon mehr als 69.000 Mitgliedern, rund 600 Mitarbeitern und knapp 40 Auszubildenden zählt die Volksbank Lüneburger Heide zu den größten Genossenschaftsbanken Niedersachsens. Ihr Geschäftsgebiet erstreckt sich zwischen Hamburg, Hannover und Hagenow. Die zehn Regionaldirektionen werden jeweils von einem Regionaldirektor geleitet, der mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet und für sein Geschäft in den Filialbereichen direkt verantwortlich ist. Ihm zur Seite steht ein Regionalrat, dessen Mitglieder alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche repräsentieren.

Die Bank ist ein stabiler Wirtschaftsfaktor. 2015 entrichtete sie 3,1 Millionen Euro Steuern an die Kommunen in der Region. Die Mitarbeiter zahlten weiterhin rund 5,6 Millionen Euro Lohn- und Kirchensteuer. Mit rund 485 000 Euro förderte die Volksbank soziale, gemeinnützige und regionale Projekte in ihrem Geschäftsgebiet. An Dienstleister und Lieferanten vergab die Bank Aufträge in Höhe von 6,2 Millionen Euro.

jw

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