In Habachtstellung

Vogelgrippe und ASP: Visselhöveder Landwirt beobachtet Tierseuchenlage

In Ottingen dürfen die Hühner von Landwirt Cord Grünhagen noch auf die Wiese. Wegen der Vogelgrippe ist das aber nicht mehr in allen Landkreisen möglich.
+
In Ottingen dürfen die Hühner von Landwirt Cord Grünhagen noch auf die Wiese. Wegen der Vogelgrippe ist das aber nicht mehr in allen Landkreisen möglich.

Visselhövede – Wegen der derzeit grassierenden Vogelgrippe werden vor Ostern in einigen Regionen die Freilandeier knapp. Aufgrund der Tierseuche müssen die Hühner in vielen Orten im Stall bleiben. „Es betrifft leider viele Freilandhalter, weil wegen der Geflügelpest in einigen Landkreisen Aufstallungspflicht für Hühner besteht. Das bedeutet, die Tiere müssen im Stall bleiben und dürfen keinen Kontakt nach draußen haben“, informiert Landwirtin Nicole Grünhagen, die mit ihrem Mann Cord Grünhagen einen Legehennenbetrieb führt.

Vor Ort gilt das aber bislang nicht. „Bis zu 16 Wochen dürfen die in dieser Zeit gelegten Eier noch als ,Eier aus Freilandhaltung‘ deklariert werden, danach nur noch als ,Eier aus Bodenhaltung‘“, verdeutlicht die Ottingerin. Der Betrieb habe zum Glück noch keine Erfahrung mit der Geflügelpest machen müssen. „Solange die Order vom Landkreis nicht kommt, dürfen wir unsere 2 160 Hennen in den drei Mobilställen freilassen“, so Nicole Grünhagen. Zum Vergleich – in den Standardställen werden in der Freilandhaltung bis zu 15 000 Hühner gehalten und in der Bodenhaltung bis zu 26 000 Hühner pro Stall. Eine ganz andere Relation.

Grundsätzlich achten sie und ihr Ehemann Cord auf eine Grundhygiene, um keine Fremdkeime einzuschleppen. So werden regelmäßig die Schuhe gewechselt, bevor es in den Stall oder in den Auslauf geht.

„Mit der Geflügelpest ist es so, dass die Halter in den Küstenregionen durch die Seevögel am heftigsten betroffen sind. Im Inland ist es nicht ganz so schlimm“, verdeutlichen die Landwirte.

Sollte die Geflügelpest doch noch im Landkreis Einzug halten oder nahe kommen, hätte das auch für die Ottinger Auswirkungen. Dann wären sie verpflichtet, ihre Tiere im Stall zu halten. „Wir haben keine Angst, aber doch Respekt vor der Geflügelpest. Es wäre ein schwerer Schlag für uns, alle Tiere keulen zu müssen. Sie wären nicht mehr verwertbar und würden von einer Tierkörperanstalt entsorgt. Und es bedeutet auch einen langen Leerstand der Ställe“, schildert Cord Grünhagen den schlimmsten Fall eines tatsächlichen Ausbruchs.

Gleichzeitig führt Cord Grünhagen auch einen Schweinemastbetrieb mit 650 Tieren und muss sich auch hier vorsehen. „Die Afrikanische Schweinepest – abgekürzt ASP – ist in Brandenburg angekommen. Doch es scheint so, als wenn sie sich zurzeit nicht so rasant ausbreitet. Die Wildschweine werden nach Abschuss alle auf ASP getestet. Die Landwirte hier sind trotzdem alle auf Habachtstellung!“, betont Cord Grünhagen, der schon seit Jahren entsprechende Vorkehrungen und vorbeugende Schutzmaßnahmen trifft, damit die Seuche nicht in den Stall eindringen kann. So ist ein Kleidungs- und Schuhwechsel vor dem Betreten des Stalls schon seit Jahren Standard. „Ebenso gibt es die Desinfektionsmatten und -wannen, die man an den Eingängen zum Stall stehen hat“, ergänzt der Landwirt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Perfekt für den Frühling: Weinpaket „Grün, Grüner, Veltliner“

Perfekt für den Frühling: Weinpaket „Grün, Grüner, Veltliner“

Trotz großem Kampf gegen Man City: Aus für den BVB

Trotz großem Kampf gegen Man City: Aus für den BVB

Smartes Housekeeping: Haushaltshilfe einfach online buchen

Smartes Housekeeping: Haushaltshilfe einfach online buchen

Bindung zu Ihrem Hund stärken – Jetzt kostenlos an einem Online-Kurs teilnehmen

Bindung zu Ihrem Hund stärken – Jetzt kostenlos an einem Online-Kurs teilnehmen

Meistgelesene Artikel

Visselhövede:Familienstreit eskaliert

Visselhövede:Familienstreit eskaliert

Visselhövede:Familienstreit eskaliert
Scheeßeler Scheune wird zur Brauerei

Scheeßeler Scheune wird zur Brauerei

Scheeßeler Scheune wird zur Brauerei
Nach Schießerei: Ermittler bestätigen noch kein Motiv

Nach Schießerei: Ermittler bestätigen noch kein Motiv

Nach Schießerei: Ermittler bestätigen noch kein Motiv

Kommentare