Direkte Buslinie ab August geplant

„Viwaldi“ verbindet Walsrode und Visselhövede

+
Schon ab August soll eine direkte Busverbindung die beiden Städten Walsrode und Visselhövede verbinden. 

Visselhövede - Von Jens Wieters. Wenn alles klappt, und davon gehen die Protagonisten aus, dann wird Visselhövede ab August wieder ein Stück weit mehr an den öffentlichen Personennahverkehr angegliedert. Denn bereits in fünf Monaten soll ein Bus viermal am Tag die Städte Walsrode und Visselhövede per Direktfahrt verbinden.

„Zunächst für zwei Jahre auf Probe, um zu schauen, wie das Angebot von den Bürgern der beiden Städte angenommen wird“, so Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel, der die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsförderung am Donnerstagabend mit dieser „überaus positiven“ Nachricht überraschte.

Denn nur einen Tag zuvor hatte Goebel gemeinsam mit seiner Kollegin Helma Spöring aus Walsrode, dem Heidekreis-Landrat Manfred Ostermann und dem Ersten Kreisrat des Landkreises Rotenburg, Torsten Lühring, zusammengesessen, um die neue Busverbindung „ohne viel Bürokratie und lange Dienstwege“ anzuschieben.

Demnach sollen die jeweiligen Endpunkte der Strecke die beiden Bahnhofe sein, damit Pendler dann die Möglichkeit haben, die Züge nach Bremen von Visselhövede aus oder nach Hannover vom Bahnhof Walsrode aus zu erreichen.

„Ein Zwischenhalt ist zunächst nicht geplant, könnte aber möglich sein, wenn sich der Bedarf in diese Richtung abzeichnet“, informierte Goebel. Darum habe man sich darauf geeinigt, dass die Strecke in Visselhövede über die Goethestraße und in Walsrode an das Krankenhaus heranführe, um dort vielleicht Haltestellen einzurichten. „Vorerst wird es aber keinen Zick-Zack-Kurs geben“, sagte Goebel.

Viermal täglich hin und zurück

Die Firma Haller aus Walsrode wird den Betrieb ab dem 1. August übernehmen. Deren Fahrer sollen die laut Goebel „kleineren Busse“ viermal täglich hin und zurück lenken, wobei die erste Tour so früh wie möglich startet. „Allerdings nicht zu den Zeiten, die für einen Schülertransport gut geeignet wären“, schränkte Goebel ein. Denn dann würden die Busse im Heidekreis gebraucht und man könne darum das Projekt nur zu Zeiten realisieren, wenn die Fahrzeuge Standzeiten hätten.

„Aber dennoch ist das für die Visselhöveder Bürger eine kostengünstige Alternative, um zum Beispiel die Fachärzte in Walsrode zu besuchen, schließlich sind wir auch beim ärztlichen Bereitschafts- und Notdienst dem Heidekreis zugeordnet“, so der Bürgermeister.

Nämlich nur zwei bis drei Euro sollen laut ersten Kalkulationen für eine Fahrt in den Nachbarort pro Person bezahlt werden. Insgesamt sind Kosten von maximal 60 000 Euro jährlich eingeplant. Die teilen sich die beiden Landkreise sowie die Städte Walsrode und Visselhövede. „Die Einnahmen fließen am Jahresende zu gleichen Teilen wieder zurück“, ergänzte Goebel.

Eine Anrechnung mit Verbundkarten soll es nicht geben, um das Verfahren so einfach wie möglich an den Start zu bekommen und eine merkliche Verbesserung der Anbindung der beiden Städte zu realisieren.

Ausschussvorsitzender Willi Bargfrede (CDU) freute sich vor allem, über den „kleinen Dienstweg“, durch den ein solches Projekt problemlos verwirklicht werden könne. „Das ist schon ein gutes Stück Wirtschaftsförderung für uns“, so Bargfrede. Seine Parteikollegin Astrid Kirmeß regte an, später mal „über eine Haltestelle am Marktplatz nachzudenken und auch die Schüler“ nicht aus den Augen zu verlieren.

Eckhard Langanke von der WiV, der das Projekt gemeinsam mit der Walsroder Bürgerliste schon vor einigen Jahren gefordert und auch viele Unterschriften dafür gesammelt hatte, bezeichnete die Vereinbarung als „zukunftsweisend“ und als einen „guten Schritt“ für Visselhövede. Ihm schwebt auch schon Name für die Verbindung vor: „Viwaldi – Visselhövede-Walsrode-direkt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Sieg gegen Real: Atlético Madrid holt UEFA-Supercup

Sieg gegen Real: Atlético Madrid holt UEFA-Supercup

Weiter Vermisste unter Trümmern in Genua

Weiter Vermisste unter Trümmern in Genua

Mia san wieder weg: Abschiede vom FC Bayern nach einem Jahr

Mia san wieder weg: Abschiede vom FC Bayern nach einem Jahr

Ford Focus im Test: Aller guten Dinge sind vier

Ford Focus im Test: Aller guten Dinge sind vier

Meistgelesene Artikel

„Laut & draußen“-Festival auf dem Kalandshof bleibt vom Unwetter verschont

„Laut & draußen“-Festival auf dem Kalandshof bleibt vom Unwetter verschont

Lars Kühnast und Meike Loewel holen sich die Titel

Lars Kühnast und Meike Loewel holen sich die Titel

Kommersabend des Kreisschützenfests: Piraten, Bäcker und kein Klopapier

Kommersabend des Kreisschützenfests: Piraten, Bäcker und kein Klopapier

Asylbewerber braucht für seine Ausbildung dringend eine Wohnung

Asylbewerber braucht für seine Ausbildung dringend eine Wohnung

Kommentare