Bürgermeisterwahl in Visselhövede: Sabine Schulz und Harald Glüsing geben Unterlagen ab

Kandidaten setzen auf Sachlichkeit

Harald Glüsing übergibt Dörthe Thomsen die  Unterstützerunterschriften.
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Harald Glüsing übergibt Dörthe Thomsen vom Ordnungsamt die nötigen Unterstützerunterschriften.

Visselhövede – Noch bis zum 26. Juli hat ein möglicher weiterer Kandidat für das Visselhöveder Bürgermeisteramt Zeit, die nötigen Unterstützerunterschriften im Rathaus abzugeben. „Aufgrund der Corona-Pandemie brauchen es auch nur 48 zu sein, statt wie sonst 120“, berichtet Dörthe Thomsen aus dem Ordnungsamt.

Diese Zahl an Autogrammen haben die beiden bisherigen Bewerber für den Posten, Harald Glüsing und Sabine Schulz, bereits weit überschritten. Und wie es der Zufall so will, haben beide am selben Tag ihre gesammelten Unterlagen dem Ordnungsamt überreicht, das die Listen jetzt sichtet und am Ende beide Namen auf den Wahlvorschlag für den Bürgermeisterjob setzt, der ab dem 1. November neu besetzt werden muss, da der aktuelle Amtsinhaber Ralf Goebel nicht mehr kandiert.

Sabine Schulz übergibt Dörthe Thomsen ihre Wahlunterlagen.

„Die nötigen Unterstützer hatte ich schnell gefunden, da ich mich in den vergangenen Wochen bei vielen Vereinen, Verbänden und anderen Institutionen umgehört habe“, sagt Sabine Schulz, die bei ihrer Kandidatur von der WiV und von der FDP unterstützt wird. „Natürlich standen bei den Gesprächen mit Eltern, die mich eingeladen hatten, die Kinderbetreuung mitsamt der Kindergarten- und Krippensituation im Vordergrund.“

Aber auch die aktuell viel diskutierte Zukunft der Feuerwehren in der Stadt und die damit verbundenen strukturellen Veränderungen sei ihr bereits vorgetragen worden. „Ebenso ging es um Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und die schwierige Situation bei der Kultur und in den Vereinen“, berichtet Schulz, die im Wahlkampf nicht „gegen irgendwas und irgendwen kämpfen“, sondern lieber „Werbung in eigener Sache“ machen will. „Dazu gehören in den kommenden Wochen natürlich viele Besuche, aber auch die Arbeit in Social-Media-Kanälen und auch Infostände“, sagt die 58-Jährige, die mit ihrem Mann Heinz jetzt nach Visselhövede zieht.

Harald Glüsing, der von der CDU, der SPD und den Grünen Unterstützung erhält, hat seinen Vorschlag ebenfalls bei der Stadt eingereicht und legt besonderen Wert darauf, dass es „ein Vorschlag ist und keine Kampfansage“. Er werde sich nicht daran beteiligen, sich gegenseitig Dinge an den Kopf zu werfen. „Ich habe keine politischen Gegner, sondern bin allen Menschen in Visselhövede, seinen Ortschaften und Ortsteilen gleichermaßen verpflichtet. Da gibt es also niemanden, den ich bekämpfen müsste.“ Er freut sich, dass er schon jetzt ein wenig für die Stadt arbeiten darf: „Als Zuhörer bei den Sitzungen mache ich mir meine Gedanken zu den behandelten Themen und mein fachlicher Hintergrund und die jahrzehntelangen Erfahrung finden Gehör bei den mich unterstützenden Parteien“, so der 53-Jährige, der mit seiner Familie in Kirchwalsede lebt.

So habe er sich zum Beispiel durch seine Erfahrung bei der Einwerbung von Fördermitteln in die Diskussion um die Einrichtung eines Klimaschutzmanagements bei der Stadt eingebracht. „Ähnliches gilt mit Blick auf meine Kompetenzen in Rechts- und Verwaltungssachen beim Thema Grünsammelplatz, wo finanzielle Belastungen für die Stadt im Raum stehen.“ Dabei seien auch Themen, deren Abarbeitung nicht dadurch besser würden, wenn sie für einen Wahlkampf instrumentalisiert würden. „Das kommt mir entgegen, weil ich gerne auch im Hintergrund arbeite und nicht jede Handlung pressewirksam vermarkten will.“

Digitale Auftritte

Die beiden Kandidaten stellen sich, ihre Ziele und Ideen auch im Internet vor: Und zwar unter harald-gluesing.de und unter sabine-schulz.online

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