Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel will schlüssige Struktur / Viele Aufgaben im noch jungen Jahr

„Schwerpunkte beim Schuldenabbau setzen“

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Ralf Goebel.

Visselhövede - „Wir haben hier in Visselhövede im vergangenen Jahr viel erreicht. Die Stadtsanierung über das Städtebauförderungsprogramm wurde beendet und abgerechnet. 9,1 Millionen Euro haben die Stadt, das Land und der Bund in die Hand genommen und in unsere Stadt investiert“, zieht Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel in seinem Jahresrück- und -ausblick eine positive Bilanz was die bauliche Entwicklung der Kernstadt im vergangenen Jahr angeht. Etwa die gleiche Summe hätten die Geschäftsleute und Anlieger in diesem Rahmen investiert. „Das kann sich wirklich sehen lassen, das waren Investitionen in die Zukunft.“

Aber auch bei vielen anderen Dingen habe Visselhövede die Nase vorn gehabt: „Die Kasernenkonversion wird am 4. Januar auch formell beendet. Damit ist der ehemalige Bundeswehrstandort einer der ganz wenigen in Deutschland, bei dem eine warme Übergabe einer Bundeswehrliegenschaft geglückt ist.“

Weitere Themen im vergangenen Jahr seien die Y-Trasse und die Debatte über die Grundschulstandorte gewesen, wobei in beiden Fällen Ergebnisse zu verzeichnen seien, die von breiten Mehrheiten getragen worden seien. „Ich kann verstehen, dass längst nicht alle Bürger mit den Ergebnissen zufrieden sind. Dies trifft sicherlich auch auf die uns in den nächsten Jahren bevorstehende Ertüchtigung der Amerikalinie zu“, so Goebel.

Für alle Entscheidungen und Voten könne er sagen, dass der Rat und die Verwaltung ausgesprochen konstruktiv zusammenarbeiten würden und sich eine Grundhaltung etabliert habe, die sich an den Sachfragen und Problemen orientiere und die die Aufgabenstellungen der Zukunft für Visselhövede im Blick habe.

Eine davon sei die Ausweisung von Baugrundstücken. „Wir möchten der steigenden Nachfrage nachkommen und werden daran arbeiten, dass wir attraktive Bauplätze bekommen.“

Die Bewältigung des Schuldenabbaus sei eine ganz wichtige Aufgabe, an der schon seit zwei Jahren gearbeitet werde, die „wir aber bisher noch nicht mit einer schlüssigen Struktur verfolgen“. Es seien künftig Schwerpunktsetzungen nötig, die nicht nur das Hauptaugenmerk auf die sozialen und kulturellen Bereiche richteten. Der Bürgermeister: „Das soziale Miteinander in den Vereinen und die kulturelle Arbeit muss weiterhin Unterstützung erfahren und sollen das Leben in der Stadt und den Ortschaften prägen.“

Er sei stolz auf all die Bürger, die sich mit großer Selbstverständlichkeit in Vereinen, Feuerwehr, Kirche, Politik und Nachbarschaft seit Jahren engagieren. „In den vergangenen Monaten sind noch etliche freiwillige Helfer dazugekommen, die sich auf unterschiedliche Art und Weise engagieren in der Notsituation der vielen Hilfsbedürftigen in der Kaserne und bei all den hier im Ort untergebrachten Menschen“, dankt Goebel.

Trotz vieler Ängste vor einer Entwicklung, die man kaum einschätzen könne, seien viele Menschen zusammengerückt und bekämen durch ihre direkten Kontakte ein neues Bild von dem Gegenüber und von der Aufgabe, die vor allen liege.

jw

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