Visselhöveder Kreisel

Pflastersteine statt Granulat

Steinsetzer Joachim Gerke verlegt Granitpflaster, das für das Granulat eingesetzt werden muss
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Steinsetzer Joachim Gerke des Visselhöveder Bauhofs muss wieder ran, weil die Straßenmeisterei ihr Veto gegen das Granulat am Kreiselrand eingelegt hat.

Visselhövede – Eigentlich waren die Arbeiten am Visselhöveder Verkehrskreisel an der Kreuzung Rotenburger-, Bahnhof- und Goethestraße beendet, doch so ganz will die Straßenmeisterei nicht mitspielen, bei der von der Stadtverwaltung ausgearbeiteten Gestaltung. Und darum muss der Steinsetzer des städtischen Bauhofs, Joachim Gerke, doch noch mal ran.

„Wir haben die Auflage bekommen, das Granulat an der Begrenzung des Kreiselinneren zur Straße hin zu entfernen und stattdessen ein Kleinpflaster einzubauen“, erklärt Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel auf Nachfrage unserer Zeitung.

Straßenmeisterei befürchtet Unfallrisiko

Die neuerlichen Arbeiten hätten den Hintergrund, dass die Straßenmeisterei vor Ort zu der Ansicht gelangt sei, dass das graue Granulat auf die Fahrbahn des Kreisels geschleudert werden könnte, wenn zum Beispiel ein Lkw-Fahrer die Kurve nicht richtig einschätzen könne und die Hinterräder des Fahrzeugs die Begrenzung überrollen würde. „Dann könnte ein nachfolgender Motorradfahrer auf dem Granulat ausrutchen, und darum wolle man die Unfallgefahr minimieren. So hat die Straßenmeisterei die Forderung nach baulichen Veränderungen begründet“, berichtet Goebel.

Dabei seien alle zuständigen Behörden über Maßnahmen am Kreisel vor Beginn der Arbeiten informiert worden, und es habe auch grünes Licht gegeben. „Aber bei einer Kontrolle vor Ort gab es jetzt diese Beanstandung. Wir haben uns darum auf den Kompromiss geeinigt, das Granulat nicht ganz zu entfernen, sondern nur den Rand des Kreiselinnern mit Granitpflaster zu versehen.“ Bereits bei der Gestaltung des Kreisels mit den bunten Metallskulpturen und den Findlingen aus jedem Ortsteil der Stadt hatte es mit der Behörde ein zähes Ringen gegeben. Aber bei der Einweihung im vergangenen Jahr haben alle Beteiligten gedacht: „Jetzt ist er endlich fertig“. Sie hatten sich geirrt.

KOMMENTAR

Dass in Deutschland bei den Vorschriften oft über das Ziel hinausgeschossen wird, zeigt sich am Beispiel des Verkehrskreisels. Natürlich könnte ein Laster die Kurve nicht kriegen, den Kreisel überfahren und Granulat auf die Straße schleudern, und natürlich könnte darum ein Biker zu Fall kommen. Aber können wir uns tatsächlich gegen jede Eventualität versichern? Denn natürlich könnte auch ein Flugzeug, das gerade Visselhövede überquert, den tiefgefrorenen Inhalt seiner Bordtoilette verlieren und der könnte genau auf dem Kreisel landen. Vielleicht sollte man darum mal über ein Dach nachdenken.

Jens Wieters

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