Ab Mitte September in der Oberschule

Visselhöveder Bücherei zieht um

Viele Kartons müssen noch gepackt werden: Bärbel Beyer (v.l.), Sigrid Indorf, Mareike Flottmann und Ulrich Schröder.
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Viele Kartons müssen noch gepackt werden: Bärbel Beyer (v.l.), Sigrid Indorf, Mareike Flottmann und Ulrich Schröder.

Visselhövede – Die Kilos haben sie nicht gezählt, aber die Kartons schon. „Bisher sind es 81 Stück, die wir fein säuberlich gepackt haben“, sagt Sigrid Indorf. „Und es werden noch viele Kartons dazukommen.“ Ja, der Umzug der Visselhöveder Stadtbücherei ist nicht mal eben so getan, sondern das Team um Indorf, Bärbel Beyer und dem künftigen Leiter der Bücherei, Ulrich Schröder, hat in diesen Tagen eine Menge zu tun.

„Darum ist auch die öffentliche Leihe zurzeit außer Betrieb“, sagt Amtsleiterin Mareike Flottmann, die das Ganze verwaltungsseitig koordiniert. Denn aufgrund der Vermietung des Hauses der Bildung, früher Haus des Gastes, an die Rotenburger Werke und andere Institutionen wie dem Verein Simbav und der Gruppe „Vissel for future“ sowie der Visselhöveder Gemeinwesenarbeit muss die Bücherei nach mehr als zwei Jahrzehnten umziehen.

Ab Mitte September gibt es den Lesestoff ein paar Meter weiter in der Schulbücherei der Oberschule an der Lönsstraße. Dort werden die bestehenden Räume vom städtischen Bauhof gerade so hergerichtet und gereinigt, dass sich die Visselhöveder Leseratten dort gleich heimisch fühlen. Dass sich die Bücherei dort im ersten Stock des Schulgebäudes befindet, ist kein Problem. „Direkt am Eingang gibt es einen Fahrstuhl, der wiederum direkt vor der Tür der Bücherei stoppt“, animiert Flottmann die Büchereinutzer, „doch keine Scheu vor dem neuen Standort“ zu haben.

Der Axel kommt mit. Sigrid Indorf mit dem Maskottchen der Stadtbücherei.

Wenn Indorf und ihr Team, zu dem auch Christine Schweiger gehört, die exakt 8 099 Bücher so verpackt hat, dass Krimis auch im Krimikarton liegen und nicht bei den Liebesromanen unterkommen, dann werden die starken Männer des Bauhofs anrücken und die Regale abbauen. Dann müssen sie auch ein paar Stufen hoch zur Galerie erklimmen, „auf die wir künftig leider verzichten müssen“, seufzt das Team, denn „die Empore war schon immer ein optisches Highlight unseres Domizils“.

In der kommenden Woche werden dann auch die Schreibtische geräumt, die Telefone und die Computer abgeschaltet. „Darum müssen die Leser, die ihre Medien online lesen oder verwalten, sich in den kommenden Tagen ein wenig kümmern, denn wir sind ab Mitte der Woche vorübergehend nicht zu erreichen“, erinnert Indorf.

Für sie und Christine Schweiger schließt sich mit dem Umzug „irgendwie auch ein Kreis“. Denn vor 22 Jahren wurden sie von der damaligen Stadtverwaltung angesprochen, ob sie nicht mithelfen können, die Bücherei wieder mitaufzubauen. „Ein Schwelbrand hatte damals große Teile des Bestands beschädigt und es war eine Menge zu tun“, erinnert sich Indorf. „Und das hat sehr viel Spaß gemacht, sodass wir beide nach und nach in den Job hineingewachsen sind.“

Aber mit dem Umzug endet auch die Ära der beiden Büchereifrauen. Denn während Bärbel Beyer, die als Vertretungskraft ebenfalls schon viele Jahre dabei ist, dem neuen Leiter weiterhin zur Seite steht, sind die Arbeitstage für Indorf und Schweiger gezählt: Sie gehen in den Ruhestand.

Damit auch alles dahin kommt, wo es hingehört: Das Bücherei-Team hat Aufkleber gestaltet.

Dennoch erleben sie, dass bei jedem Umzug auch ein bisschen was übrig bleibt oder keine Verwendung mehr findet wie zum Beispiel die dicken Bände der Enzyklopädien, weil jetzt Google im Netz bemüht wird. Aber für diese Dinge musste sich die Verwaltung nicht lange auf die Suche machen. „Wir haben bereits Abnehmer wie zum Beispiel Schulen gefunden“, informiert Flottmann.

In der Stadtbücherei am neuen Standort ist dann aber auch das bekannte Maskottchen zu finden. „Denn unser Lesezwerg Axel, ein Geschenk unseres Buchhändlers, kommt natürlich mit“, sagt Indorf.

Axel und Berge von Büchern und andere Medien sind voraussichtlich ab dem Donnerstag, 16. September, in der Schule zu bestaunen und bis auf den Zwerg auch auszuleihen.

„Die Öffnungszeiten werden wohl ähnlich bleiben, allerdings werden wir die Telefonnummer auf das Rathaussystem umstellen. Aber die genauen Details werden wir noch rechtzeitig bekannt geben“, betont Flottmann.

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