Ortsverein votiert für Bürgermeisterkandidaten

Visselhöveder SPD einstimmig für Glüsing

Fraktionschefin Dagmar Kühnast und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Lothar Cordts (r.) mit dem Kandidaten Harald Glüsing.
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Fraktionschefin Dagmar Kühnast und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Lothar Cordts (r.) sagen dem Bürgermeisterkandidaten Harald Glüsing die SPD-Unterstützung zu.

Schwitschen – Mehrmals musste die Mitgliederversammlung coronabedingt verschoben werden, aber jetzt haben die Mitglieder des Visselhöveder SPD-Ortsvereins dem Kirchwalseder Harald Glüsing einstimmig ihre Unterstützung für seine Kandidatur als Bürgermeister der Stadt zugesagt. Der parteilose Glüsing hatte sich in einem Auswahlverfahren durch ein Gremium von Vertretern der CDU, der SPD und der Grünen als gemeinsamer Vorschlag für das Amt durchgesetzt.

„In seiner Vorstellung hat er nun auch die Parteimitglieder von seiner Qualifikation überzeugt“, teilt der SPD-Ortsvereinschef Lothar Cordts mit.

Harald Glüsing hat seine Qualifikation nicht nur durch die berufliche Vita und die jetzige Funktion als Behördenleiter des Jobcenters im Landkreis Diepholz mit 160 Mitarbeitern und 12 000 Kunden belegt“, so Fraktionschefin Dagmar Kühnast, „auch die Visionen und Themenschwerpunkte bezüglich der Tätigkeit als Bürgermeister haben uns überzeugt“.

Glüsing selbst hat laut Mitteilung unter anderem seine Unabhängigkeit in den Vordergrund gestellt: „An die guten Erfahrungen, die Visselhövede mit einem parteilosen Bürgermeister gemacht hat, möchte ich anknüpfen. Ich gehöre keiner Partei, Gruppierung oder sonstigen Community in Visselhövede an. Das macht mich unabhängig von interessenbezogenen Erwartungen und Einflüssen.“

Die Themen der Bürger sind mein Programm.

Bürgermeisterkandidat Harald Glüsing

Er komme nicht mit dem Anspruch nach Visselhövede, die Geschicke der Stadt und ihrer Ortschaften aus dem Rathaus bestimmen oder sie nach seinen Vorstellungen beglücken zu wollen, sondern die Themen der Bürger sind mein Programm“, skizzierte Glüsing laut Mitteilung seine Amtsführung.

Der 52-Jährige stellte den Genossen auch die Themenfelder vor, die er nach einer erfolgreichen Wahl beackern werde. So erreiche der demografische Wandel auch Visselhövede. „Unser Ziel muss sein, die Lebensqualität im ländlichen Raum für alle Generationen und gesellschaftlichen Gruppen und Generationen zu bewahren und auszubauen“, so Glüsing. „Kleinkinderbetreuung, Schulangebot, Verkehrsanbindungen, Jugendarbeit, attraktive Arbeitsplätze und Angebote für eine älter werdende Gesellschaft werden von besonderer Bedeutung sein.“

Klimakonzept für die Stadt

Eine große Herausforderung werde künftig der Natur- und Klimaschutz sein. Ein Klimakonzept für die Stadt liege noch nicht vor. „Da ist Handlungsbedarf“, so Glüsing. Zukünftig werde es wichtig sein, jede Entscheidung und Maßnahme auf ihre Auswirkung auf Natur- und Umwelt zu prüfen. „Die Landwirtschaft muss als Nutzer und Bewahrer der Natur ihren Platz erhalten, Angebote eines sanften Tourismus sind zu prüfen.“

Im Bereich der Digitalisierung habe Visselhövede erste Schritte erledigt. Neben dem Ausbau zu schnellem Internet müsse die Verwaltung weitere digitale Angebote für die und Bürger entwickeln.

Auch zu denen beiden großen Infrastrukturmaßnahmen, die die Stadt in nächster Zeit betreffen, hat Glüsing eine Meinung: „Bei der Stromtrasse Südlink gilt es, weiterhin ein wachsames Auge zu haben, damit die Interessen auch kleinerer Ortsteile mit ihren Bewohnern gewahrt bleiben.“ Beim anstehenden Ausbau der Eisenbahnlinie müsse die Stadt frühzeitig dessen Auswirkungen im Blick haben, um möglichst viel Einfluss im Interesse der Stadt und der Bürger nehmen zu können.

Glüsing ging während der Versammlung auch auf den Feuerwehrbedarfsplan ein, der in den vergangenen Jahren entwickelt worden war, um die Feuerwehr für ihre Aufgaben fit zu machen: „Da bleiben wir am Ball, denn Feuerwehr ist nicht nur Brandschutz. Neben Unfall- und Katastrophenschutz hat sie auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion.“

Wirtschaft und Arbeit seien immer wichtige Themenbereiche einer Kommune. Visselhövede habe in diesem Bereich große Fortschritte gemacht. Neben größeren Unternehmen hätten sich viele kleinere Betriebe angesiedelt. „Allen sage ich weiterhin die volle Unterstützung der Stadt zu,“ so Harald Glüsing. „Sie können mich nach der Wahl gerne darauf festnageln.“

Jeddinger Schule soll bleiben

Im Bereich Schule und Bildung würden große Investitionen unternommen. Für ein angemessenes Kita-Angebot seien weitere Projekte auf den Weg gebracht und für das Haus der Bildung ein langfristiges Konzept entwickelt worden. „Diesen Weg gilt es weiter zu beschreiten.“ Ein gutes Kita- und Schulangebot sei das Aushängeschild einer Kommune. „Mir ist es wichtig, auch das Schulangebot in Jeddingen zu erhalten“, erklärt der Bürgermeisterkandidat. „Denn eine Schule auf dem Dorf erfüllt neben ihrem Bildungsauftrag auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion.“

Im Bereich Finanz- und Stadtverwaltung sieht sich Glüsing aufgrund seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit „als Fachmann“. Er wolle den eingeschlagenen Weg zum Schuldenabbau weiter unterstützen. Dabei werde darauf zu achten sein, welche Investitionen zukünftig wirklich notwendig seien. „Zu welcher Größenordnung an Sparpotenzialen wir nach Corona gezwungen sein werden, ist heute noch nicht absehbar.“  jw

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