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Visselhöveder Schützenkompanie baut neues Heim

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Von: Angela Kirchfeld

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Nicolas Gerken (v.l.), Heiner und Carsten Helmke vor dem Bau der neuen Anlage.
Nicolas Gerken (v.l.), Heiner und Carsten Helmke vor dem Bau der neuen Anlage. © KIRCHFELD

Die Visselhöveder Schützenkompanie baut für 268000 Euro einen neuen Schießstand samt Lagerhalle. Es gibt viele Fördermittel.

Visselhövede – „Was tut sich denn da bei euch?“ Diese Frage erreichte zuletzt immer öfter Mitglieder der Visselhöveder Schützenkompanie, wenn Passanten die Bahnhofstraße heruntergeschlendert sind. „Das alte Flachdach des Schießstands war undicht, es hat dort schon länger reingeregnet. Außerdem brauchen wir eine Abstellmöglichkeit, da wir die Schützenhalle an die Stadt verkauft haben“, berichtet Carsten Helmke, seit neun Jahren Vorsitzender des Schützenvereins.

So entstand die Idee, wenn schon mal saniert wird, auch die Schießanlage auf den neuesten Stand der digitalen Technik zu bringen. „Wir werden dann sechs Luftgewehr- und vier Kleinkaliberstände haben“, informiert Helmke über die elf Meter lange und acht Meter breite Schießanlage.

„Außerdem wird ein Abstellraum von rund 36 Quadratmetern rechts an die Anlage gebaut. Die Idee ist schon älter, doch bisher fehlte uns das Geld. Wir müssen 35 Prozent der Bausumme selber tragen.“

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 268 000 Euro. „Wir hoffen, dass uns die geplanten Kosten bei der aktuellen Inflation nicht davon laufen“, so Helmke. „Der Verkauf der Schützenhalle brachte 100 000 Euro, 30 Prozent der Baukosten trägt der Landessportbund und 20 Prozent gibt der Landkreis dazu. Die Anträge sind bereits bewilligt. Nun hoffen wir, dass sich die Stadt mit 15 Prozent an den Kosten beteiligt“, so der Vorsitzende des rund 80 Mitglieder zählenden Vereins.

Carsten Helmke mit der Zeichnung, wie das Schützenheim nach dem Umbau aussehen wird.
Carsten Helmke mit der Zeichnung, wie das Schützenheim nach dem Umbau aussehen wird. © -

Durch die Modernisierung der Anlage hoffen die Schützen, dass das Interesse am Vereinsleben auch für neue Leute interessanter wird. „So werden wir unter anderem die Schießergebnisse auf dem Monitor verfolgen können und haben bereits seit 2001 drei neue Luftgewehre, die von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gesponsert wurden.“

Außerdem möchte der Verein auch ziviler werden und von der „Grünrock-Uniform-Mentalität“ abrücken. Stattdessen sollen Poloshirts als Vereinskleidung angeschafft werden. „Das baut vielleicht Hemmschwellen ab, um zu uns zu kommen und einfach mal am geselligen Vereinsleben teilzunehmen.“

Die Fertigstellung des Neubaus ist für den Herbst angepeilt. „Unser Schützenfest tragen wir am 22. und 23. Juli auf der Schießanlage in Ottingen aus“, berichtet Ehrenvorsitzender Heiner Helmke. Die Proklamation und das Schützenfest werden im kleinen Rahmen im Schützenholz gefeiert.

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